Mindeststeuergesetz (MinStG)
1. Aufl. 2026
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1. Hypothetischer Konzernabschluss der Muttergesellschaft (Abs. 3 Satz 1 Nr. 1)
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§ 9 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 MinStG enthält eine Regelung bezüglich der anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätze, die für Zwecke der Ermittlung des Minderungsbetrags anzuwenden sind. Die Vorschrift knüpft an die Ebene der Muttergesellschaft an, der der Steuererhöhungsbetrag tatsächlich zugerechnet werden soll. Es handelt sich mithin um die nach den Grundsätzen des § 8 MinStG bestimmte Geschäftseinheit, also entweder die oberste Muttergesellschaft (§ 8 Abs. 1 MinStG), eine zwischengeschal S. 223 tete Muttergesellschaft (§ 8 Abs. 2 Satz 1 MinStG) oder eine im Teileigentum stehende Muttergesellschaft (§ 8 Abs. 3 Satz 1 MinStG).
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Diese Muttergesellschaft muss für Zwecke des § 9 Abs. 3 Satz 1 MinStG einen hypothetischen Konzernabschluss nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung erstellen. Auf dieser Basis sind die auszuscheidenden Fremdanteile zu ermitteln. Ist die Muttergesellschaft zugleich die oberste Muttergesellschaft, so entspricht der hypothetische Konzernabschluss dem tatsächlichen Konzernabschluss. Die Regelung des § 9 Abs. 3 Satz 1 Nr. 14 MinStG hat in diesem Fall damit keinen eigenständigen Anwendungsbereich. Sie betrifft vielmehr den Fall in dem d...