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Redaktionelle Empfehlung

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Grundanteil bei Vermietung: BFG bestätigt Pauschalansatz

Eine Steuerpflichtige erwarb 2024 eine bebaute Liegenschaft und machte bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung die AfA auf Basis einer selbst vorgenommenen Kaufpreisaufteilung geltend. Dabei ordnete sie lediglich rund 8,5 Prozent der Anschaffungskosten dem Grund und Boden zu. Das Finanzamt wandte hingegen die Grundanteilverordnung (GrundanteilV) an und schied 20 Prozent der Anschaffungskosten als nicht abschreibbaren Grundanteil aus (vgl. EStR 2000, Rz 6447). Die dagegen erhobene Beschwerde wurde vom Finanzamt abgewiesen, woraufhin die Steuerpflichtige einen Vorlageantrag an das Bundesfinanzgericht (BFG) stellte.

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BFG bestätigt: Auch bei mangelhaftem Fahrtenbuch bleibt geschätzter PKW-Aufwand abzugsfähig

Mit Erkenntnis vom 19.08.2026 hat das Bundesfinanzgericht (BFG) die Anforderungen an ein steuerlich anzuerkennendes Fahrtenbuch erneut bestätigt. Im konkreten Fall machte ein Außendienstmitarbeiter sämtliche Kfz-Kosten iHv rd EUR 23.000 als Werbungskosten geltend. Das erst sehr spät vorgelegte Fahrtenbuch wies erhebliche Mängel auf. Es fehlten Angaben zu Abgangsorten, die Fahrten waren teilweise nicht nachvollziehbar, der Reisezweck war zu allgemein beschrieben und private Fahrten wurden unzureichend dokumentiert. Das BFG erkannte das Fahrtenbuch daher nicht als ordnungsgemäß an.

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DBA SCHWEIZ | Umfassende Revision ante portas

Die österreichische und schweizerische Steuerverwaltung haben sich nach längeren Verhandlungen im April 2026 auf eine umfassende Revision des Doppelbesteuerungsabkommmens (DBA) zwischen Österreich und der Schweiz geeinigt. Am 01. Juli 2026 wurde das Revisionsprotokoll durch den österreichischen Ministerrat angenommen und wird voraussichtlich im Herbst im Nationalrat behandelt werden. Primäre Zielsetzung der Revision ist eine umfassende Anpassung des Abkommenstexts an aktuelle OECD-Standards.

Inhalte aus den Zeitschriften


Aufsatz von Robert Rzeszut und Florian Fiala, SWK 31/2026, 1300

Update Abgabenverfahrensrecht November 2026: Aktuelles auf einen Blick

Mit dieser quartalsweise wiederkehrenden Rubrik bieten wir einen praxisrelevanten Überblick über aktuelle Entwicklungen in der Gesetzgebung und der Verwaltungspraxis sowie zur aktuellen Judikatur zum Abgabenverfahrensrecht.In legistischer Hinsicht ist die kürzlich erlassene FinanzOnline-Verordnung 2027 herauszuheben. Praxisrelevante Rechtsprechung erging jüngst zur EDV-bedingt „verkehrten“ Zustellreihenfolge von Wiederaufnahme- und Sachbescheiden, zur Tilgungswirkung von Zahlungen aufgrund einer Selbstanzeige trotz eingetretener Festsetzungsverjährung vor Bescheiderlassung, zur Anwendbarkeit des § 299 BAO auf Entscheidungen des BFG, zur Nachsicht und zur Geschäftsführerhaftung. Der VfGH prüft die Verfassungskonformität des Energiekrisenbeitrags-Strom (EKB-S).

Aufsatz von Julia Cermak-Kapl, SWK 31/2026, 1307

Steuerrechtliche Konsequenzen der Einstufung von Gesellschaften als Scheinunternehmen

Mit dem Sozialbetrugsbekämpfungsgesetz 2016, verschärft zuletzt durch das Betrugsbekämpfungsgesetz 2025, eröffnete der Gesetzgeber dem Amt für Betrugsbekämpfung die Möglichkeit, bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen festzustellen, dass es sich bei einem Unternehmen um ein Scheinunternehmen iSd § 8 SBBG handelt, und knüpfte an diese Tatsache verschiedene steuerrechtliche, sozialversicherungsrechtliche und andere Konsequenzen. Auf steuerlicher Ebene sind sowohl gewisse verfahrensrechtliche Besonderheiten im Verfahren zur Feststellung solch eines Scheinunternehmens hervorzuheben als auch Konsequenzen beim Eingehen von Geschäftsbeziehungen mit einem solchen.

SWK 31/2026, 1320

Rat beschließt Standpunkt zur EU Inc.

Der Rat hat am 23. 10. 2026 seinen Standpunkt zu einem neuen gesellschaftsrechtlichen Rahmen festgelegt, um grenzüberschreitende Geschäfte und Investitionen, insbesondere für Start-ups und Scale-ups, zu erleichtern. Die Unternehmen werden zwischen den bestehenden 27 nationalen gesellschaftsrechtlichen Rahmen und dem neuen 28. Regime „EU Inc.“ wählen können. Unternehmen, die sich dafür entscheiden, im Rahmen dieses Regimes tätig zu werden, können sich innerhalb von zwei Tagen zu einem Preis von höchstens 100 Euro online eintragen lassen.