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Mindeststeuergesetz (MinStG)
Altenburg/Englisch/Benecke

Mindeststeuergesetz (MinStG)

Kommentar

1. Aufl. 2026

Print-ISBN: 978-3-504-20159-3

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Mindeststeuergesetz (MinStG) (1. Auflage)

5. Fiktiv zu erstellende Konzernabschlüsse (Abs. 21 Nr. 4)

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Falls die oberste Muttergesellschaft keinen Konzernabschluss nach einem anerkannten Rechnungslegungsstandard aufstellt, ist nach § 7 Abs. 21 Nr. 4 MinStG zu prüfen, nach welchem Rechnungslegungsstandard sie einen Konzernabschluss aufstellen müsste, wenn sie dazu verpflichtet wäre. Das könnte beispielsweise der Fall sein, wenn keine verpflichtende Konsolidierung nach IFRS, HGB oder einem anderen Rechnungslegungsstandard besteht — etwa bei privaten oder familiengeführten Gruppen. In diesem Fall ist eine fiktive Konsolidierung durchzuführen, indem zu beurteilen ist, ob bei Anwendung eines anerkannten Standards die Pflicht bestanden hätte und somit eine Gruppe entstanden wäre. Ein (absichtlich oder unabsichtlich) nicht vorhandener Konzernabschluss befreit nicht von der Mindestbesteuerung.

167

Dazu erstellt die Gruppe einen fiktiven Konzernabschluss nach einem zugelassenen Standard. Dieser fiktive Abschluss dient dann zur Anwendung einschlägiger Regelungen des MinStG. Auf dieser Basis ist beispielsweise zu beurteilen, ob die Umsatzschwelle (§ 1 Abs. 1 Satz 1 MinStG) erreicht bzw. überschri...

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