Suchen Kontrast Hilfe
Mindeststeuergesetz (MinStG)
Altenburg/Englisch/Benecke

Mindeststeuergesetz (MinStG)

Kommentar

1. Aufl. 2026

Print-ISBN: 978-3-504-20159-3

Besitzen Sie diesen Inhalt bereits, melden Sie sich an.
oder schalten Sie Ihr Produkt zur digitalen Nutzung frei.

Dokumentvorschau
Mindeststeuergesetz (MinStG) (1. Auflage)

3. HGB

19

Das deutsche HGB enthält keine expliziten Vorschriften bezüglich Fehlerberichtigungen. Nach der berufsständischen Verlautbarung IDW RS HFA 6 stimmt jedoch die Fehlerdefinition grds. mit der Definition in IAS 8 überein. Im deutschen Handelsbilanzrecht spricht man von „Änderungen von Jahresabschlüssen“. Dabei erfolgt eine Unterscheidung zwischen fehlerfreien und fehlerhaften Abschlüs S. 448 sen. Mängel, die nicht zur Nichtigkeit führen, können dem Grundsatz nach in laufender Rechnung korrigiert werden. Demnach ist eine Rückwärtsänderung möglich, aber i.d.R. nicht erforderlich.

20

Wegen dem nach § 24 Abs. 1 Nr. 1 MinStG geforderten Eigenkapital zu Beginn des Geschäftsjahres, in dem der Fehler entdeckt worden ist, oder sobald die Korrektur praktisch erstmalig möglich ist, lassen sich nur die Fehleränderungen nach HGB unter § 24 Abs. 1 Nr. 1 MinStG subsumieren, die nicht in laufender Rechnung korrigiert, sondern retrospektiv geändert werden. Nach unserer Auffassung dürft damit der Anwendungsbereich des § 24 MinStG bei Anwendung des HGB im Konzernabschluss der OMG nur in äußerst begrenzten Konstellationen eröffnet sein.

Daten werden geladen...