Suchen Kontrast Hilfe
Mindeststeuergesetz (MinStG)
Altenburg/Englisch/Benecke

Mindeststeuergesetz (MinStG)

Kommentar

1. Aufl. 2026

Print-ISBN: 978-3-504-20159-3

Besitzen Sie diesen Inhalt bereits, melden Sie sich an.
oder schalten Sie Ihr Produkt zur digitalen Nutzung frei.

Dokumentvorschau
Mindeststeuergesetz (MinStG) (1. Auflage)

I. Regelungsgegenstand und Bedeutung

1

Die Berücksichtigung von latenten Steuern (§ 50 MinStG) stellt eine zentrale Norm des MinStG dar und wurde von der Praxis sowie der Wirtschaft mit nicht unerheblichem Nachdruck gefordert. Im Ergebnis wird sichergestellt, dass temporäre Differenzen zwischen der Handels- und Steuerbilanz im Rahmen der Berechnung des effektiven Steuersatzes Berücksichtigung finden (sog. kompensatorischer Effekt). Latente Steuern stellen sicher, dass eine Äquivalenz zwischen Zähler und Nenner bei der Ermittlung des effektiven Steuersatzes hergestellt wird (sog. „Äquivalenzprinzip“). Hiermit sollen Verzerrungen vermieden werden, die lediglich aus dem Umstand resultieren, dass es zu einer abweichenden, zeitlichen Erfassung von Aufwendungen und Erträgen in der steuerlichen Gewinnermittlung und der handelsrechtlichen Rechnungslegung kommt, die sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder umkehren. Im Ergebnis wird eine Ergänzungssteuer in Perioden, in welchen es zu einer — rein aufgrund von temporären Differenzen verursachten — Niedrigbesteuerung käme, vermieden. Durch die Best...

Daten werden geladen...