Handbuch Internationale Verrechnungspreise
2025
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C.2 Vergleich mit dem Fremdvergleichsgrundsatz
Zu Tz. 1.19-1.31
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In Tz. 1.19 und Tz. 1.20 OECD-Leitlinien nennt die OECD die Argumente, welche Befürworter der globalen formelhaften Gewinnaufteilungsmethode vorbringen. Es fällt auf, dass die OECD sich dieser Argumente nicht selber annimmt, sondern nur indirekt wiedergibt. Diese Darstellung greift der in Tz. 1.32 OECD-Leitlinien folgenden Ablehnung der globalen formelhaften Gewinnaufteilungsmethode vor. Ein von der OECD erwogenes Argument ist, dass der Grundsatz des Fremdverhaltens konzeptionelle Schwächen aufweist, welche bei Anwendung der globalen formelhaften Gewinnaufteilung mutmaßlich nicht aufträten. So würden tatsächliche Synergieeffekte im Konzern durch den Fremdvergleichsgrundsatz ausgeblendet bzw. nicht angemessen abgebildet, was dahingehend unsachgerecht wäre, als Konzerne in ihrer Gesamtheit, d.h. inklusive Synergieeffekte gesteuert werden. Dieser Kritikpunkt hat sich aber relativiert, da die OECD im Jahr 2014 ein Kapitel zum Umgang mit Synergieeffekten eingefügt hat (vgl. Tz. 1.177 alt 1.157 ff. OECD-Leitlinien). Ein weiterer Kritikpunkt an dem Fremdvergleichsgrundsatz richtet sich gegen den Verwaltungsau...