Doppelbesteuerungsabkommen Deutschland - Schweiz
2026
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4. Ökonomische Bewertung von Freistellungs- und Anrechnungsmethode
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Kapitalimport- und Kapitalexportneutralität. Bei der ökonomischen Bewertung der Freistellungs- und Anrechnungsmethode hat die Forderung nach Neutralität der Besteuerung für Investitionsentscheidungen erhebliche Bedeutung. Klassisch sind insoweit die Forderungen nach Kapitalexportneutralität und/oder Kapitalimportneutralität. Kapitalexportneutralität fordert Neutralität der Besteuerung hinsichtlich der Alternativen einer Investition im Inland oder Ausland aus Sicht des Ansässigkeitsstaats und wird (bei Besteuerung mit dem Welteinkommen im Wohnsitzstaat) grundsätzlich durch die Anrechnungsmethode verwirklicht. Das Konzept der Kapitalimportneutralität hingegen fordert aus Sicht des Quellenstaats S. 37eine Gleichbehandlung inländischer und ausländischer Investoren, was grundsätzlich durch die Freistellungsmethode verwirklicht wird. Die (ökonomischen) Vor- und Nachteile der Freistellungs- und Anrechnungsmethode sind im Einzelnen vielfältig, auf das entsprechende ökonomische Schrifttum kann an dieser Stelle nur hingewiesen werden.