Handbuch Medizinstrafrecht
1. Aufl. 2026
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1. Betäubungs- und Suchtmittel im Medizinstrafrecht
1.1. Allgemeines
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Dieses Kapitel widmet sich der strafrechtlichen Relevanz des Umgangs mit Arzneimitteln, die dem Suchtmittelrecht unterliegen oder in ihrer tatsächlichen Verwendung ein entsprechendes Missbrauchspotenzial entfalten, sowie den Rahmenbedingungen der Substitutionsbehandlung. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit ärztliches sowie pharmazeutisches Verhalten - insbesondere bei der Verordnung und Weitergabe suchtmittelhaltiger Präparate - strafrechtlich relevant werden kann. Das Kapitel zielt darauf ab, die Abgrenzung zwischen erlaubtem medizinischem Handeln und strafbarer Vorschriftswidrigkeit gem §§ 27 ff SMG in der Praxis nachvollziehbar zu machen und die einschlägige höchstgerichtliche Rsp aufzuzeigen. Gerade im Rahmen der Substitutionsbehandlung treffen Ärzte und Apotheker gleichermaßen komplexe Verpflichtungen: Während Ärzte für eine sachgerechte Indikation, Dosierung und Verschreibung verantwortlich sind, kommt Apothekern ebenfalls eine zentrale Rolle bei der kontrollierten, gesetzeskonformen Abgabe der Substitutionsmittel zu. Die Missachtung der engen rechtlichen Vorgaben, etwa durch unzulässige Abgabemodi, fehlerhafte Mitgaber...