Was ist eigentlich ...?
1. Aufl. 2026
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S. 426Strategische Souveränität
Der Begriff der Souveränität geht auf Jean Bodin, einen Juristen und Staatstheoretiker des 16. Jh. zurück. Er wurde in der Folge vom Völkerrecht als die grundsätzliche Unabhängigkeit eines Staates, seine äußeren und inneren Belange zu bestimmen, übernommen. Diese Souveränität wurde durch die Regeln einer zunehmenden Anzahl von internationalen Organisationen, denen die Staaten beigetreten sind, wie auch durch die vergrößerte politische und wirtschaftliche Interdependenz der Staaten in den letzten Jahrzehnten abgeschwächt. Eine der Folgen war die weitgehend aber nicht nur positiv gesehene Globalisierung.
Neu gestellt wurde die Frage der strategischen Souveränität der EU (und von den EU-Mitgliedsländern) im Zuge der im Gange befindlichen geopolitischen Veränderungen, wo die Abhängigkeiten von Dritten bei den unterschiedlichsten Produkten - es seien hier nur die Chips erwähnt - zu Tage getreten sind. Die in diesem Zusammenhang oft verbal geäußerte oder tatsächlich angestrebte Autarkie (vor allem im Bereich der Grundnahrungsmittel) und in letzter Zeit bei der Energie hat sich dabei nicht als realistisch und erfolgswirksam herausgestellt.
Für Unternehmen war strate...