Was ist eigentlich ...?
1. Aufl. 2026
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S. 10Ambidextrie
Der Begriff der Ambidextrie wurde im organisationalen Kontext bereits in den 1970er-Jahren von Robert Duncan, Professor an der Northwestern University, Evanston, Il., der sich intensiv mit Strategies for Planned Change beschäftigt hat, eingeführt und hat sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Seine Überlegungen beruhen darauf, dass Unternehmen einerseits einen stabilen Kern benötigen, um ihren Geschäftsbetrieb laufend optimieren zu können und wettbewerbsfähig zu bleiben. Diese Kompetenz eines Unternehmens wird als Exploitation bezeichnet. Andererseits postuliert er, dass Unternehmen eine Umhüllung dieses Kerns benötigen, um auf die notwendigen strukturellen Umweltveränderungen, die sich in Bezug auf die politischen, ökonomischen, sozio-kulturellen, technologischen, ökologisch-geografischen und rechtlichen Rahmenbedingungen ergeben, flexibel reagieren zu können. Diese Fähigkeit von Unternehmen wird Exploration genannt.
Im Management eines Unternehmens gewinnt Ambidextrie - Exploitation und Exploration - durch die immer rascher notwendig werdenden und häufiger auftretenden größeren Anpassungen zunehmend an Bedeutung. Der Begriff Ambidextrie kommt ursprünglich aus der Medi...