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Arbeitsprogramm der EBA 2026: Effizienz, Datenorientierung und neue Aufsicht
Die EBA hat am ihr Arbeitsprogramm für 2026 veröffentlicht. Es stehe im Zeichen einer effizienteren Regulierung und Aufsicht und soll die Umsetzung der strategischen Ziele für den Zeitraum 2023 bis 2026 fortführen.
Im Mittelpunkt stehen die Vereinfachung und Konsolidierung bestehender Regelwerke, die Stärkung der datengestützten Aufsicht sowie der Ausbau technologischer Kapazitäten sowohl auf Ebene der Marktteilnehmer als auch der Aufsichtsbehörden. Ein zentrales Element des Programms sei - so wie auch für die ESMA - die Übernahme neuer Aufsichtsbefugnisse. Im Rahmen der DORA werde die EBA erstmals gemeinsam mit der ESMA und der EIOPA direkte Aufsichtsaufgaben über kritische IKT-Drittanbieter wahrnehmen. Auch im Bereich der MiCAR würden neue Mandate hinzukommen; die EBA habe künftig die Signifikanz von electronic money tokens und asset referenced tokens zu bewerten und bei bedeutenden Emittenten gegebenenfalls direkte Aufsichtsmaßnahmen vorzubereiten.
Parallel dazu stehe ein institutioneller Übergang bevor. Die Aufgaben im Bereich der Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierungsprävention sollen ab 2026 vollständig auf die neu geschaffene Anti-Money Laundering Authority (AMLA) übergehen. Die EBA konzentriere sich damit künftig stärker auf ihre Kernkompetenzen der Bankenaufsicht, Datenanalyse und Regelsetzung. Ein wesentlicher Schwerpunkt liege daher in der Effizienzsteigerung und der Reduktion regulatorischer Belastungen. Die EBA habe eine umfassende interne Überprüfung ihrer Regelsetzungsprozesse abgeschlossen und 21 Empfehlungen beschlossen, die von der Straffung der Level 2- und Level 3-Regulierung bis hin zur Vereinfachung interner Abläufe reichen. Ziel sei es, die Berichtspflichten für Finanzinstitute um rund ein Viertel zu verringern und redundante Datenerhebungen zu vermeiden. Gleichzeitig soll die Datengrundlage der Aufsicht qualitativ verbessert werden. Hierzu wolle die EBA das integrierte Reporting-System über die EUCLID-Plattform weiterentwickeln und ein harmonisiertes Datenmodell (Data Point Model 2.0) etablieren, das als gemeinsame Referenzstruktur für alle Berichtsanforderungen dienen soll.