Handbuch Unternehmensfinanzierung
2. Aufl. 2025
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IV. Finanzierung von Unternehmen in Krisensituationen
A. Einleitung
AT 2/209
Das Wort „Krise“ hat seine Wurzeln im Altgriechischen und hat ua die Bedeutungen „Entscheidung“ oder „entscheidende Wendung“ bzw auch „Zuspitzung“. Nach unserem heutigen Sprachverständnis umschreibt man den Begriff „Krise“ wohl eher mit „schwierige Lage“ oder „Zeit der Gefährdung“.
AT 2/210
Aus betriebswirtschaftlicher Sicht wird eine Krise als Phase der Diskontinuität in der Entwicklung eines Unternehmens definiert, die eine substanzielle Gefährdung des Unternehmensfortbestands darstellt und durch die Unbestimmtheit ihres Ausgangs charakterisiert ist.
AT 2/211
In Zusammenhang mit der Unternehmensfinanzierung ist die „Krise“ untrennbar mit dem Begriff „Insolvenz“ und damit mit den Insolvenztatbeständen „Zahlungsunfähigkeit“ bzw „Überschuldung“ verbunden. Primäres Ziel bei der Finanzierung von Unternehmen in Krisensituationen ist folglich die Sicherung bzw Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit, die Beseitigung der Überschuldung und damit die Vermeidung der Insolvenz.
AT 2/212
Der verbleibende Handlungsspielraum und damit die möglichen Maßnahmen und verfügbaren Instrumente sind wesentlich davon abhängig, in welcher Krisenphase sich das S. 111Unternehme...