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Selbstanzeige nach § 29 FinStrG | Finanzstrafgesetz
Schrottmeyer

Selbstanzeige nach § 29 FinStrG | Finanzstrafgesetz

Kommentar und Querschnittsmaterien

4. Aufl. 2026

Print-ISBN: 978-3-7073-5219-1

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Selbstanzeige nach § 29 FinStrG | Finanzstrafgesetz (4. Auflage)

XVII. Täternennung bzw Person des Anzeigers

§ 29 Abs 5:

Die Selbstanzeige wirkt nur für den Anzeiger und für die Personen, für die sie erstattet wird. (BGBl I 2010/104)

A. Einleitung

1403

Die Selbstanzeige wirkt nicht automatisch strafbefreiend auch für Mittäter oder sonst an der Tat Beteiligte, welche selbst keine Anzeige erstattet haben (ErlRV 1130 BlgNR 13. GP 58).

1404

Sie kann durch den Täter, aber auch durch Dritte erstattet werden (siehe dazu im Detail 442-448).

1405

Obwohl die Judikatur der Höchstgerichte seit vielen Jahren eine eindeutige Täternennung verlangt, scheitern daran noch immer zahlreiche Selbstanzeigen.

1406

Seit dem Inkrafttreten des VbVG, somit seit dem (§ 28 VbVG), kommen auch Verbände als Verantwortliche in Betracht. Aus diesem Grund sind diese auch grundsätzlich in der Selbstanzeige zu benennen, damit diesen ebenfalls Straffreiheit zukommt (zur Anwendbarkeit des Institutes der Selbstanzeige für Verbände siehe Rz 230-235).

1407-1408

Derzeit frei.

1409

Im Zuge der FinStrG-Novelle 2010 wurde Abs 5 derart ergänzt, dass die Selbstanzeige auch für den Anzeiger wirkt.

1410

Die Erweiterung des § 29 Abs 5 um den Anzeiger bedeutet, dass der Täter nun grundsätzlich zwei Möglichkeiten hat, um straffrei zu werden:

  • Entweder wird ...

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