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Wem gehören die gemeinnützigen Bauvereinigungen? | Österreichisches Wohnhandbuch 2026
Amann/Stickler/Pernsteiner (Hrsg)

Wem gehören die gemeinnützigen Bauvereinigungen? | Österreichisches Wohnhandbuch 2026

14. Aufl. 2026

Print-ISBN: 978-3-7073-5518-5

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Dokumentvorschau
Wem gehören die gemeinnützigen Bauvereinigungen? | Österreichisches Wohnhandbuch 2026 (14. Auflage)

S. 11512. Gewerkschaftsnahe gemeinnützige Wohnbauvereinigungen in Österreich

12.1. Historische Wurzeln

Der gemeinnützige Wohnbau zählt zu den tragenden Säulen der österreichischen Wohnversorgung. Die gemeinnützigen Bauvereinigungen (GBV) verwalteten österreichweit im Jahr 2024 insgesamt 1.006.700 Wohnungen (Summe der verwalteten Wohneinheiten bestehend aus verwalteten Miet- und Eigentumswohnungen) und stellen einen wesentlichen Teil des leistbaren Wohnungsangebots bereit. Grundlage dieser Entwicklung bildet das österreichische Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz (WGG), das auf Kostenmiete, Vermögensbindung und langfristige Bestandshaltung ausgerichtet ist. Wohnraum wurde dabei historisch nicht ausschließlich als Marktgut verstanden, sondern als Bestandteil sozialer Infrastruktur und gesellschaftlicher Stabilität.

Innerhalb dieses Systems kommt jenen Bauträgern besondere Bedeutung zu, die historisch oder institutionell aus dem Umfeld der organisierten Arbeitnehmerschaft hervorgegangen sind. Dazu zählen insbesondere die WBV-GPA, die WOGEM, die GEWOG sowie die Neue Heimat. Darüber hinaus weist auch die BWS Gemeinnützige allgemeine Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft einen historisch gewachsenen Bezug zur Arbeitnehmer:innenbewe...

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