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Wem gehören die gemeinnützigen Bauvereinigungen? | Österreichisches Wohnhandbuch 2026
Amann/Stickler/Pernsteiner (Hrsg)

Wem gehören die gemeinnützigen Bauvereinigungen? | Österreichisches Wohnhandbuch 2026

14. Aufl. 2026

Print-ISBN: 978-3-7073-5518-5

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Dokumentvorschau
Wem gehören die gemeinnützigen Bauvereinigungen? | Österreichisches Wohnhandbuch 2026 (14. Auflage)

S. 504. Die Eigentümerstruktur gemeinnütziger Wohnbauvereinigungen

4.1. Einleitung und historischer Abriss

Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick über die Eigentümerstruktur im gemeinnützigen Wohnbau in Österreich. Die Auswertungen basieren einerseits auf Daten des Österreichischen Verbands gemeinnütziger Bauvereinigungen, die im Rahmen der jährlichen Verbandsstatistik erhoben werden, und andererseits auf einer Zuordnung der gemeinnützigen Bauvereinigungen nach deren Haupteigentümer laut Firmenbuch.

Gemeinnützige Bauvereinigungen (GBV) können gemäß § 1 Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz (WGG) entweder als Genossenschaften oder als Kapitalgesellschaften (Gesellschaften mit beschränkter Haftung oder Aktiengesellschaften) organisiert sein. Unabhängig von der Rechtsform gelten für alle GBV die Bestimmungen des WGG. Das bedeutet, dass Mietwohnungen und Eigentumswohnungen zu kostendeckenden Entgelten angeboten werden und nur begrenzte Überschüsse erwirtschaftet werden können, die wieder in den Bau oder die Sanierung von gemeinnützigen Wohnungen investiert werden.

Um die Eigentümerschaft im gemeinnützigen Wohnbau verstehen zu können, bedarf es eines kurzen Blicks in dessen geschichtliche Ursprünge. Dieser hat seine Wurzeln im späten 19...

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