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ÖBA 9, September 2025, Seite 660

Wegfall des Liquidators durch Löschung der GmbH - Unterbrechung des Insolvenzeröffnungsverfahrens

ÖBA 2025/3139 (OGH)

§§ 69, 70, 72b, 72c, 72d, 252, 258a IO; §§ 155, 158, 161, 190, 527, 528 ZPO.

https://doi.org/10.47782/oeba202509066001

Das Amt des Liquidators einer GmbH endet mit deren Löschung, sodass die GmbH fortan nicht mehr ordnungsgemäß vertreten ist. In der Folge kommt es zur Unterbrechung des Verfahrens nach § 158 ZPO, wenn die GmbH im Verfahren weder durch einen Rechtsanwalt noch durch eine andere mit Prozessvollmacht ausgestattete Person vertreten ist. Das gilt - im Wege des § 252 IO - auch im Insolvenzverfahren.

Aus der Begründung:

[1] Die ASt beantragten am die Eröffnung des Konkursverfahrens über das Vermögen der AG.

[2] Der Ersteinschreiter war seit Liquidator der AG. Die Zweiteinschreiterin ist deren Alleingesellschafterin.

[3] Das ErstG beraumte mit Beschluss vom die Tagsatzung zur Einvernahme der AG nach § 70 Abs 2 IO für den an. Der Beschluss wurde dem Ersteinschreiter als Liquidator samt einer Ladung und einer Gleichschrift des Insolvenzeröffnungsantrags am zugestellt.

[4] Am selben Tag beantragte die AG beim Firmenbuchgericht ihre Löschung, die am in das Firmenbuch „infolge beendeter Liquidation“ eingetragen wurde.

[5] Zur Tagsatzung vom ...

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