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Missverständnisse zur Nachhaltigkeitsberichterstattung gemäß CSRD
Auch nach dem „EU-Omnibus“ eine Chance für Unternehmen
Die Berichtspflichten der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) erfuhren in den letzten eineinhalb Jahren weitgehende Kritik - und wurden durch die sogenannte „Omnibus-Initiative“ einer Überarbeitung unterzogen. Doch selbst nach Abschluss dieser Initiative verblieben viele Stimmen, die nach weiteren Vereinfachungen rufen. Dies führt häufig zu Verunsicherung bei den berichtenden Unternehmen und bei deren Berichtsadressaten - zum Schaden der mit der erweiterten Unternehmenstransparenz verfolgten Zielsetzungen. Dies ist umso bedauerlicher, als die besagte Kritik oftmals das fachliche Fundament entbehrt. Vor diesem Hintergrund stellt dieser Beitrag darauf ab, auch anhand eines prominenten Beispiels, typische Missverständnisse zu den neuen Nachhaltigkeitsberichten in der EU aufzuzeigen und zu würdigen.
1. Verortung
Die Berichtspflichten der CSRD stellen ein Herzstück des Green Deal dar - gehen über diesen hinaus aber auf den Aktionsplan zur „Finanzierung nachhaltigen Wachstums“ und damit auf die Idee von Sustainable Finance zurück: Sie sollen die Nachhaltigkeitsleistung von Unternehmen mit ihrer Finanzierung verknüpfen und somit die Transformation der europäischen Wirtschaft...