Praxishandbuch Joint Ventures
1. Aufl. 2026
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S. 62. Strukturierung eines Joint Ventures
2.1. Einleitung
Die einleitende und wohl auf den ersten Blick entscheidendste Frage, die sich wie ein roter Faden durch den gesamten Lebenszyklus eines Joint Ventures zieht, ist: Was wollen die Parteien im Einzelnen erreichen und wie wollen sie hier zusammenarbeiten/wirken? Was wollen sie zu Beginn, was während einer Joint-Venture-Phase und wie sieht ein Joint Venture am Ende seiner Lebensphase aus? Und wie grenzt man die Tätigkeiten und Zielsetzungen des Joint Ventures von den Geschäftstätigkeiten der Joint-Venture-Partner ab? Alle diese Fragen kann man zusammengefasst als „Scoping“ bezeichnen.
Diese Frage nach dem „Was wollen die Parteien?“ ist deshalb so wichtig, weil alle Beteiligten etwas für sie Bestimmtes, aber nicht das Gleiche, bestenfalls zeitlich parallel oder zumindest zu einem bestimmten Zeitpunkt wollen. Man kann daher sagen, dass kein Joint Venture dem anderen gleicht, da es sich dabei um eine sehr individualisierte und zumeist auch intensive Form der Zusammenarbeit rechtlich selbstständiger Unternehmen/Personen handelt, die stark auf die konkreten Bedürfnisse der Joint-Venture-Partner im Einzelfall angepasst werden muss. Wird das ...