Praxishandbuch Joint Ventures
1. Aufl. 2026
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S. 2598. Steuerrechtliche Aspekte von Joint Ventures
Bei der Planung und Strukturierung von Kooperationen zwischen Unternehmen spielen auch die steuerlichen Aspekte eine durchaus entscheidende Rolle. Joint Ventures lassen sich grundsätzlich in zwei Hauptkategorien unterteilen: Equity Joint Ventures und Contractual Joint Ventures. Diese Kooperationsformen unterscheiden sich nicht nur in ihrer rechtlichen Struktur, sondern auch grundlegend in ihren steuerlichen Implikationen.
Im Rahmen eines „Equity Joint Ventures“ gründen die beteiligten Unternehmen eine neue, rechtlich eigenständige Gesellschaft oder sie beteiligen sich gemeinsam an einer bereits bestehenden Gesellschaft. Diese Gesellschaft kann als Personengesellschaft (zB OG oder KG) oder als Kapitalgesellschaft (zB GmbH, AG, SE oder auch als flexible Kapitalgesellschaft nach dem FlexKapGG) ausgestaltet sein. Die Zusammenarbeit ist in diesen Fällen meist längerfristig angelegt.
Demgegenüber steht das „Contractual Joint Venture“, das auf einem rein schuldrechtlichen Verhältnis basiert. Anders als beim Equity Joint Venture erfolgt die Kooperation nicht im Rahmen einer gemeinsamen Gesellschaft. Vielmehr handelt es sich hierbei um eine vertraglich ger...