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Die praktische Bedeutung der Buchwert-Marktwert-Lücke für die Durchführung des Wertminderungstests nach IAS 36 im Jahr 2025
IAS 36 regelt die Durchführung von Wertminderungstests. Vor der quantitativen Ermittlung eines u.U. vorhandenen Abschreibungsbedarfs ist zunächst anhand von qualitativen Indikatoren eine mögliche Minderung des Nutzungspotenzials eines Vermögenswerts bzw. einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) zu prüfen. IAS 36.12 nennt hierzu Beispiele, darunter die Situation, dass der Buchwert des Eigenkapitals eines Unternehmens dessen Marktkapitalisierung übersteigt (IAS 36.12 (d)). Diese Buchwert-Marktwert-Lücke kann ein „triggering event“ darstellen und auf eine notwendige außerplanmäßige Abschreibung, insbesondere von Goodwill, hinweisen.
Der vorliegende Beitrag befasst sich mit der Entstehung einer derartigen Buchwert-Marktwert-Lücke und zeigt deren Relevanz im Rahmen des Wertminderungstests nach IAS 36 auf. Darüber hinaus enthält der Beitrag eine abschließende Einordnung der dargestellten empirischen Erkenntnisse in die vorliegenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. In der Praxis ist das Vorliegen von Buchwert-Marktwert-Lücken in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten zunehmend festzustellen.