Suchen Kontrast Hilfe

Besitzen Sie diesen Inhalt bereits, melden Sie sich an.
oder schalten Sie Ihr Produkt zur digitalen Nutzung frei.

Dokumentvorschau
BFGjournal 11-12, Dezember 2025, Seite 412

Zuschreibungsobergrenze für Beteiligungen nach Downstream-Verschmelzung

Klaus Hirschler, Gottfried Sulz, Christian Oberkleiner und Lukas Bernwieser

Erwerben infolge einer Downstream-Verschmelzung die Gesellschafter der übertragenden Gesellschaft die Anteile an der übernehmenden Gesellschaft und kommt es sodann zu einer Werterholung der Beteiligung, bilden im Anwendungsbereich von § 6 Z 13 EStG idF vor StRefG 2020 nicht die historischen Anschaffungskosten der abgeschriebenen Beteiligung an der tragenden Gesellschaft die Obergrenze für Zuschreibungen, sondern entsprechend der Judikatur des VwGH bei Einzelrechtsnachfolge der beizulegende Wert (hier: Null).

1. Der Fall

Die beschwerdeführende GmbH (im Folgenden: Beschwerdeführerin bzw Bf) ist Mitglied einer Unternehmensgruppe. Ihre Tätigkeitsbereiche sind die Erzeugung elektrischer Energie sowie die Projektierung, die Errichtung, der Betrieb und die Instandhaltung von Kraftwerksanlagen.

Im Jahr 2008 erhielt der Konzern, dem die Bf angehört, den Zuschlag über die Errichtung und den Betrieb eines Wasserkraftwerks in Albanien. Zum Zweck der Umsetzung des Projektes wurde in Albanien die Projektgesellschaft D GmbH errichtet. Diese wird seit dem Jahr 2011 über eine doppelstö...

Daten werden geladen...