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Steuerliche Implikationen der dezentralen Energieversorgung
Der Entwurf des Elektrizitätswirtschaftsgesetzes
Nach dem im Übereinkommen von Paris fixierten Aktionsplan zur Begrenzung der Erderwärmung soll der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf weniger als 1,5 °C begrenzt werden. Entsprechend der Roadmap „Net-Zero by 2050“ der Internationalen Energie-Agentur erfordert dies bis zum Jahr 2030 eine Verdreifachung der globalen Energieerzeugung aus Erneuerbaren. Das Erreichen dieses ambitionierten Ziels ist nicht nur mit hohen Ansprüchen an die Flexibilität und Intelligenz der Netzinfrastruktur verbunden, sondern bedeutet vor allem eine Verlagerung von zentralen Erzeugungsanlagen hin zu dezentralen Energiequellen.
Erneuerbare Erzeugungsanlagen auf privaten Eigenheimen und Unternehmen in Verbindung mit lokalen Speicheranlagen führen zur „Demokratisierung“ des Energieangebots. Der Endkunde wird vom Verbraucher zum Stromproduzenten. Der viel diskutierte Entwurf des Elektrizitätswirtschaftsgesetzes (ElWG) trägt diesen Entwicklungen Rechnung.
1. Begutachtungsentwurf des ElWG
Im 4. Teil (§§ 57 bis 68) trifft der Begutachtungsentwurf des ElWG Regelungen zur dezentralen Versorgung sowie zur Bürgerenergie. Gegenstand dieses Beitrags ist die Untersuchung der steuerlichen Fragen, die mit diesen ...