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Risikointelligenz als Werttreiber: Wie GRC den Unternehmenserfolg gestaltet
Karin Exner, selbständige Unternehmensberaterin und Trainerin im Gespräch mit Gerhard Schwartz, B&C Board AG, Christopher Schneck, IIA Austria - Institut für Interne Revision Österreich, Fabian Ringler, ÖBB-Infrastruktur, Aleksandra Klein, University of Sustainability - Charlotte Fresenius Privatuniversität, Vlerick Business School, KU Leuven

Karin Exner: Willkommen zur Panel-Diskussion zum Thema „Risikointelligenz als Werttreiber: Wie GRC den Unternehmenserfolg gestaltet“. Erste Frage zur Rolle des Risikomanagements: Wie kann das Risikomanagement von einer eher beobachtenden Position stärker in das Zentrum unternehmerischer Entscheidungen rücken? Hat sich die Rolle des Risikomanagements in den vergangenen Jahren gewandelt?
Fabian Ringler: Das ist eine zweischneidige Sache. Einerseits habe ich erlebt, dass man sich als Risikomanager zunehmend vom reinen Prozesstreiber hin zu einem Sparringspartner des Managements entwickelt. Die Herausforderungen und Risiken, mit denen wir heute konfrontiert sind, treten in immer kürzeren Abständen auf. Das erfordert eine vorausschauende Denkweise und die Fähigkeit zum kritischen Hinterfragen.
Gleichzeitig beobachte ich, dass der regulatorische Druck stark zunimmt. Neue Vorgaben wie NIS2, CSRD oder die RKE-Richtlinie (Richtlinie über die Resilienz kritischer Einrichtungen) entstehen derzeit in rasantem Tempo. Diese Anforderungen führen dazu, dass wir stark mit der Pflichterfüllung beschäftigt sind. Ich habe mir vorgenommen, in der nächsten Sitzung des Prüfungsausschusses gezielt die Frage...