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Forderungsmanagement und Prozessfinanzierung
Rechtsansprüche erfolgreich durchsetzen, ohne die Bilanz zu belasten
Der Beitrag soll praxisnahe erklären, was es beim Ausbleiben von Zahlungen von Vertragspartnern zu beachten gilt und welche Vorteile Prozessfinanzierung bietet. Angefangen von der Ausgestaltung der Finanzierung zur Durchsetzung von Forderungen bis hin zu den aus anwaltlicher Sicht notwendigen Schritten zur effektiven Anspruchsverfolgung soll der Beitrag ein Leitfaden für Entscheidungsträger in der täglichen Praxis sein.
1. Prozessfinanzierung
1.1. Grundprinzip und Funktionsweise
Die Prozessfinanzierung stellt eine spezialisierte Finanzierungsform dar, bei der ein externer Finanzierer die Kosten eines Rechtsstreits übernimmt - in der Regel Anwalts-, Gerichts- und Gutachterkosten - und dafür im Erfolgsfall einen Anteil am erstrittenen Betrag erhält. Diese erfolgsabhängige Vergütung („no win, no fee“) macht das Modell für Unternehmen besonders attraktiv: Scheitert das Verfahren, trägt der Finanzierer das Verlustrisiko allein.
Im Kern handelt es sich um eine Investition in immaterielle Vermögenswerte, konkret: rechtliche Ansprüche, die sich als werthaltig und durchsetzbar darstellen. Die Prozessfinanzierung folgt damit wirtschaftlich einer Logik, die mit klassischen Finanzierungsentscheidu...