Festschrift für Klaus Hirschler Rechnungswesen | Steuern | Abschlussprüfung
1. Aufl. 2026
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S. 36Der vorliegende Beitrag ist Klaus Hirschler gewidmet, der als Professor am Institut für Revisions-, Treuhand- und Rechnungswesen der Wirtschaftsuniversität Wien wie kaum ein Zweiter das österreichische Bilanzrecht in Wissenschaft und Praxis geprägt hat. Sein stetes Bestreben, Rechnungslegung nicht als isolierte Technik, sondern als normativ eingebettetes System zu begreifen, das nur im Zusammenspiel von Gesetz, Berufsstand und Wissenschaft sachgerecht fortentwickelt werden kann, bildet den geistigen Hintergrund der hier behandelten Fragestellung. Die Untersuchung des Verhältnisses zwischen dem bilanzrechtlichen beizulegenden Wert und den betriebswirtschaftlichen Wertmaßstäben der Unternehmensbewertung bewegt sich an eben jener Schnittstelle von Rechnungslegung, Bewertungstheorie und Normauslegung, die das wissenschaftliche Werk des Jubilars in besonderer Weise kennzeichnet.
1. Einleitung
Der beizulegende Wert gehört zu den zentralen Bewertungskategorien des österreichischen Bilanzrechts. Seit seiner Kodifizierung durch das Rechnungslegungs-Änderungsgesetz 2014 in § 189a Z 3 UGB dient er als gesetzlicher Referenzmaßstab für wesentliche bilanzielle Bewertungsvorgänge - von der außerplanmäßigen Absch...