Kunst und Recht
1. Aufl. 2026
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S. 1721. Einleitung
Die rechtlichen Rahmenbedingungen des Kunstschaffens und des Kunstmarkts sind eine typische Querschnittsmaterie. Innerhalb des breiten Spektrums an relevanten Rechtsmaterien nehmen zwei Rechtsgebiete aber eine besondere Stellung ein: Das Urheberrecht schützt den Urheber in seiner Beziehung zu seinem Werk und gewährt ihm ein Bündel an Ausschließlichkeitsrechten („geistiges Eigentum“). Damit schafft das Urheberrecht Anreize für die Hervorbringung von künstlerischen Kreationen und gibt Rahmenbedingungen für die Vermarktung von und Auseinandersetzung mit Kunstwerken vor. Das Lauterkeitsrecht sieht Marktverhaltensregeln vor, welche zwar nicht das künstlerische Schaffen an sich, aber die Vermarktung von Kunst (mithin den Kunstmarkt) betreffen. Vor diesem Hintergrund rückt der Beitrag die Rechtsgebiete des Urheberrechts und des Lauterkeitsrechts in den Fokus und widmet sich der Frage, wie diese Rechtsmaterien die Hervorbringung, Vermarktung und Auseinandersetzung von und mit Kunstwerken regeln.
2. Kunst als Schutzgegenstand des Urheberrechts
2.1. Hintergrund des urheberrechtlichen Schutzes von Kunstwerken
Obwohl das Urheberrecht mittlerweile ein vielfältiges Rechtsgebiet ist, we...