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PV-Info 9, September 2025, Seite 17

Sachbezug Parkplatz versus Parkpickerl

Christian Artner

Ein Gerangel um einen Parkplatz in Wien kann verschiedene Formen annehmen - von verbalen Auseinandersetzungen bis hin zu Handgreiflichkeiten oder aber wegen einer strittigen Rechtsfrage zu einem Verfahren vor dem BFG (, RV/7103968/2024). Zu klären war die Berechnung der Lohnnebenabgaben, weil dabei keine Sachbezüge für die kostenlose Zurverfügungstellung eines Abstell- oder Garagenplatzes für Arbeitnehmer in Ansatz gebracht wurden. Konkret ging es um Arbeitnehmer, die sich für den Wohnbezirk ein privates Parkpickerl gekauft haben, in dem sich auch der Betriebsstandort des Arbeitgebers befindet.

Die Vorgeschichte

In Anbetracht der Einführung einer flächendeckenden Kurzparkzone in Wien ersuchte der Arbeitgeber im Juli 2021 die Finanzbehörde um Auskunft nach § 90 EStG, ob

  • für alle Arbeitnehmer, denen ein kostenloser Parkplatz zur Verfügung gestellt wird, ein Sachbezug von 14,53 € in der Lohnverrechnung anzusetzen ist; oder

  • dabei Arbeitnehmer auszunehmen sind, die im Bezirk des Betriebsstandortes wohnen und sich daher ohnehin schon privat ein „Parkpickerl“ für den kompletten Bezirk gekauft haben.

Die Finanzbehörde übermittelte daraufhin die nachstehende Anfragebeantwortung:

„Sofern das privat angesch...

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