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Editorial
Der Schwerpunkt der Ausgabe 6/2018 von bau aktuell beschäftigt sich mit den aktuellen Herausforderungen am Baumarkt. Dazu enthält das Heft zwei Fachbeiträge, die einerseits von Gerald Goger und Wilhelm Reismann sowie andererseits von Lena Paar, Walter Haberfellner und Sarah Buchner verfasst wurden.
Darüber hinaus befasst sich bereits das von Markus Spiegl mit Thomas Birtel, dem Vorstandsvorsitzenden der STRABAG SE, geführte Interview mit dem Schwerpunkt dieser Ausgabe. Birtel spricht darin unter anderem über die Notwendigkeit eines effizienten Risikomanagements, die Rekrutierung von leistungsbereiten Mitarbeitern und das Image der Baubranche sowie die Chancen der Digitalisierung.
Eckart Schneider und Martin Entacher analysieren in ihrem Beitrag die geotechnische Planung und Ausschreibung tiefliegender Tunnel anhand von drei bereits vergebenen und in Bau befindlichen Projekten. Generell stellen Schneider/Entacher zwar durchaus positive Entwicklungen fest. Dennoch hoffen sie, dass die Neufassungen der ÖNORM B 2203-2 sowie der standardisierten Leistungsbeschreibung „Verkehr und Infrastruktur“ der FSV Besserungen im Hinblick auf die Ausschreibungssituation mit sich bringen werden.
Der Gesamtzuschlag nach der ÖNORM B 2061 wird von Andreas Kropik und Jacqueline Raab einer kritischen Betrachtung unterzogen. In einigen Rechenbeispielen zeigen sie die Defizite und Schwächen des Konzepts auf und versuchen, diese mithilfe der Staffelrechnung auszuräumen.
Gerald Goger und Wilhelm Reismann führen in ihrem Schwerpunktbeitrag mit einer Prozesslandkarte durch die Grundprozesse eines digitalen Bauprojekts. Dabei zeigen sie, wie die Digitalisierung dem Bau helfen kann, aber auch, welche Anforderungen ein digitales Bauprojekt stellt und wo konkret Bedarf an Forschung und Entwicklung besteht.
Wie durch die Umgestaltung der traditionellen Vertragsstrukturen zwischen Bauherren und ausführenden Unternehmen sowie mittels open book und open BIM aktuelle Probleme der Bauwirtschaft gelöst werden sollen, behandeln Lena Paar, Walter Haberfellner und Sarah Buchner in ihrem Schwerpunktbeitrag.
Wolfgang Hussian hat in bewährter Weise ausgewählte Entscheidungen des OGH aufbereitet, in dieser Ausgabe zum technischen Schulterschluss bei gemeinsamer Herstellung sowie zur Haftung des Generalunternehmers und des Poliers beim Arbeitsunfall eines Arbeitnehmers des Subunternehmers.
Mit der Wirtschaftlichkeit der Winterunterbrechung beschäftigt sich Christoph Wiesinger in seinem Beitrag der Rubrik „Baukaufmann“. Untersucht wird, ob die Kündigung eines Bauarbeiters vor Weihnachten, um der Winterfeiertagsregelung zu entgehen, für den Arbeitgeber tatsächlich den erwünschten Einsparungseffekt hat oder ob nicht doch die Weiterbeschäftigung unter Abbau eines Zeitguthabens die günstigere Variante darstellen kann.
Gerald Fuchs befasst sich mit aktueller Judikatur des VwGH zur Auslegung von architektonischen Begriffen und der diesbezüglichen Bestimmungen in der Wr BauO. Das Verständnis der Praxis und die gesetzliche Definition dieser Bauteile entfernen sich voneinander.
„Das letzte Wort“ hat Rainer Kurbos zu den Risiken eines allerdings wohl nicht mehr im Raum stehenden „No-Deal-Brexit“ und dessen mögliche Folgen für die Bauwirtschaft.
Vielen Dank, dass Sie, werte Leserinnen und Leser, auch 2018 unserer Zeitschrift treu geblieben sind, frohe Festtage und ein gutes neues Jahr!