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Agentic AI - Neue Dimensionen der Überwachungspflicht für den Aufsichtsrat
Haftungsprävention, regulatorische Compliance und Digital Governance im Fokus
Die digitale Transformation im Unternehmen erreicht gegenwärtig eine neue Reifestufe. Standen bisher unterstützende Sprachmodelle (LLM) im Vordergrund, markiert Agentic AI den Übergang zur operativen Autonomie. Autonome KI-Agenten definieren eigenständig Zwischenschritte, bedienen Software-Schnittstellen (API) und führen komplexe Prozessketten nahezu ohne menschliche Intervention aus. Für den Aufsichtsrat bedeutet dies eine Verschiebung des Überwachungsobjekts: Es geht nicht mehr primär um die Kontrolle menschlicher Handlungen, sondern um die Governance autonom agierender Entscheidungssysteme.
1. Branchenübergreifende Use Cases - Handeln statt Beraten
Agentic AI durchdringt 2026 alle wertschöpfenden Kernbereiche des Unternehmens. Die operative Autonomie dieser Systeme schafft neue Effizienzen, aber auch neuartige Risikoprofile:
Autonome Beschaffung (Procurement). Agenten überwachen Lieferkettenrisiken in Echtzeit. Bei Engpässen identifizieren sie selbständig alternative Lieferanten, holen Angebote ein und lösen Bestellungen bis hin zu vorab definierten Budgets eigenständig aus.
HR und Talent Management. KI-Agenten übernehmen das Screening und die Erstkommunikation mit Kandidaten. Hier ...