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AR aktuell 3, Juni 2026, Seite 96

„Die KI ist nicht wahnsinnig“

Olaf Zimmermann über Kunstfreiheit, die Macht der Jurys und warum Qualität unter Druck gerät

Clarissa-Diana de Grancy und Olaf Zimmermann

Wo die Verführung zur Bequemlichkeit obsiegt, geraten bewährte Maßstäbe ins Wanken. Demokratie ihrerseits beweist Stärke genau dort, wo sie Widerspruch nicht nur aushält, sondern - mehr noch - fördert. Kunst- und Kulturschaffende stehen unter besonderem Druck: Sie sollen Orientierung geben, ohne sich vereinnahmen zu lassen und obendrein Innovationstreiber sein, ohne die individuelle Haltung aufzugeben. Kreativität bedeutet, sich immer wieder neu zu erfinden. Das liegt seit jeher in ihrer DNA. Ob der Spagat auch diesmal gelingt? Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, über die Kraft des Unbequemen und die Verantwortung von Kulturinstitutionen.

Kurzbiografie


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Olaf Zimmermann, Publizist, 2020 ausgezeichnet mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Er war Kunsthändler und Galerist. Seit März 1997 ist er Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats. Zimmermann ist Herausgeber und Chefredakteur von Politik & Kultur, der Zeitung des Deutschen Kulturrats sowie Vorsitzender des Beirats der Stiftung Digitale Spielekultur und Vorsitzender des Stiftungsbeirats der Kulturstiftung des Bundes, Sprecher der Initiative kulturelle Integration und Mitherausgeber von Z...

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