Praxishandbuch Mergers & Acquisitions
1. Aufl. 2026
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S. 157Kapitel 6: Tax Due Diligence - Steuerklauseln in Unternehmenskaufverträgen
1. Steuerklauseln - Einführung und Definition
Der Käufer und seine Berater stoßen im Rahmen der Tax Due Diligence regelmäßig auf Sachverhalte, die im Hinblick auf Betriebsprüfungsrisiken nicht abschließend beurteilbar oder quantifizierbar sind. Zu diesem Zwecke sollen Steuerklauseln steuerliche Risiken identifizieren, bewerten und entweder Käufer oder Verkäufer zuweisen, um beide Parteien vor unerwarteten steuerlichen Belastungen zu schützen. Durch die präzise Formulierung und sorgfältige Verhandlung von Steuerklauseln können zukünftige Konflikte vermieden und die steuerliche Compliance des Zielunternehmens sichergestellt werden. Dabei spielen die Ergebnisse der Tax Due Diligence eine zentrale Rolle, da sie die Grundlage für die Ausgestaltung dieser Klauseln bilden.
Steuerklauseln sind damit jene Klauseln eines Unternehmenskaufvertrages, die die steuerlichen Verpflichtungen und Rechte der beteiligten Parteien festlegen. Ihr Ziel ist es, sicherzustellen, dass sowohl Käufer als auch Verkäufer ein klares Verständnis der steuerlichen Auswirkungen der Transaktion haben und ihre jeweiligen Verantwortlichkeiten kennen...