Jakom EStG | Einkommensteuergesetz
8. Aufl. 2015
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§ 43 Steuererklärung bei Feststellung von Einkünften
VO Elektronische Übermittlung (FOnErklV) abgedruckt bei § 42
EStR: Rz 7549 bis Rz 7551
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1. Erklärungspflicht. Hat für Einkünfte aus einer Beteiligung mehrerer Personen an Einkünften aus LuF, selbständiger Arbeit, GewBetr oder VuV (Ausnahmen s § 188 Abs 4 BAO) ein eigenes Feststellungsverfahren zu erfolgen, ist die Erklärungspflicht von den zur Geschäftsführung oder Vertretung der Ges bzw Gemeinschaft befugten Personen wahrzunehmen. Die Erklärungspflicht besteht neben jener nach § 42 (dh eigenständig), und zwar auch dann, wenn eine VA der Beteiligten zur ESt unterbleiben sollte (; EStR 7549).
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Wer zur Vertretung einer Ges bzw Gemeinschaft (§ 188 BAO) berufen ist, ergibt sich aus dem GesVertrag, subsidiär aus den Regelungen des ABGB und des UGB. Abgabenrechtl Pflichten einer Personenvereinigung (Personengemeinschaft) ohne eigene Rechtspersönlichkeit sind von den zur Führung der Geschäfte bestellten Personen und, wenn solche nicht vorhanden sind, von den Ges’tern (Mitgliedern) zu erfüllen (§ 81 Abs 1 BAO). Kommen zur Erfüllung dieser Pflichten mehrere Personen in Betracht, haben diese hiefür eine Person aus ihrer Mitte oder einen gemeinsamen Bevollmächtigten der Abgabenbehörde ggü als vertretungsbefugte Person namhaft zu machen (§ 81 Abs 2 S 1 BAO). Solange und soweit eine Namhaftmachung nicht erfolgt, kann die Abgabenbehörde eine der in Betracht kommenden Personen als Vertreter mit Wirkung für die Gesamtheit bestellen (§ 81 Abs 2 S 2 BAO; die übrigen im Inl wohnhaften Personen sind zu verständigen). – Ob § 81 BAO auch anzuwenden ist, wenn mehreren Erben gemeinsam die Besorgung und Verwaltung eines Nachlasses übertragen wurde, ist str (vern Ritz BAO § 81 Rz 7 und Lenneis SWK 93, A 506; bej Stoll BAO, 808, WGW/Wanke § 43 Rz 4 und wohl auch ).
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2. Form der Erklärung. Die Übermittlung der StErklärung hat im Interesse der Verwaltungsvereinfachung und des „effizienten Einsatzes von Risikoanalyse“ (EBRV 1435 XXII. GP) elektronisch zu erfolgen. S 42 Rz 4 ff. Zum örtl zuständigen FA s § 21 AVOG 2010 (Betriebs-FA; auch bei Einkünften aus LuF oder selbständiger Arbeit).
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3. Erklärungsfrist. Die Abgabenerklärung für die Feststellung von Einkünften ist, sofern sie elektronisch übermittelt wird, bis Ende Juni des Folgejahrs einzureichen, ansonsten bis Ende April des Folgejahrs. Diese Fristen können (wie jene zur Abgabe der USt-, ESt- und KStErklärung) allg, auf begründeten Antrag auch im Einzelfall, erstreckt werden. Wird einem Antrag auf Verlängerung der Frist zur Einreichung der Erklärung im Einzelfall nicht stattgegeben, ist eine Nachfrist von mind einer Woche zu setzen (§ 134 BAO). S 42 Rz 10 ff. Zwangsstrafen (zum Zweck der Einreichung von Abgabenerklärungen) können gegen den Vertreter der Personenvereinigung (persönl), aber auch gegen den Vertretenen festgesetzt werden (s Ritz BAO § 111 Rz 14).
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4. Bescheiderteilung. Eine gem § 43 eingereichte Abgabenerklärung ist von der Abgabenbehörde mit Bescheid zu erledigen (; LRL 204 ff; s § 23 Rz 230 sowie – zu EStBescheiden – § 39 Rz 9).