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IRZ 6, Juni 2026, Seite 255

Quantifizierung umweltbezogener ESRS-Wesentlichkeitsschwellen

Eine Analyse der DAX- und MDAX-Nachhaltigkeitsberichterstattung 2024

Knut Henkel, Jann Klokkers, Elly Sophie Gastell, Sina Prochno und Gregor Grottel

Dieser Beitrag untersucht, inwieweit quantitative Informationen die Wesentlichkeitsschwellen für die Auswirkungen nach ESRS objektivieren können. Basierend auf den Unternehmensberichten 2024 der DAX- und MDAX-Unternehmen werden quantitative Angabepflichten mit statistischen Methoden analysiert. Die Ergebnisse: Einige Umweltkennzahlen liegen bereits in belastbarer Qualität vor, während andere ESRS-Themenfelder noch deutliche Datenlücken aufweisen. Für eine valide Bewertung sollten sowohl absolute als auch relative Kennzahlen pro Branche herangezogen werden.

1. Einleitung

Große kapitalmarktorientierte Unternehmen - wie die im DAX und MDAX vertretenen Unternehmen - haben größtenteils bereits ihre nichtfinanziellen Erklärungen für das Geschäftsjahr 2024 an den Vorgaben der ESRS-Standards ausgerichtet. Ein zentrales Element der ESRS (European Sustainability Reporting Standards) ist die Durchführung einer sog. doppelten Wesentlichkeitsanalyse (double materiality assessment, DMA). Allerdings gibt es vom Gesetzgeber nur sehr generische Vorgaben, da die Analyse stark vom Kontext der Unternehmen abhängig ist. Diese Freiheit bei der doppelten Wesentlichkeitsanalyse führt u.a. dazu, dass sich in...

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