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Die Bilanzierung von Implementierungs- und Anpassungskosten im Zusammenhang mit SaaS-Vereinbarungen im IFRS-Abschluss
Mit dem zunehmenden Bezug von Softwarefunktionalitäten über Software as a Service (SaaS) gewinnen Implementierungs- und Anpassungstätigkeiten, deren Kosten die laufend anfallenden Nutzungsgebühren häufig deutlich übersteigen, an Bedeutung. Die Bilanzierung von Implementierungs- und Anpassungskosten wurde bislang überwiegend unter der Annahme untersucht, dass aus einer SaaS-Vereinbarung kein aktivierungsfähiges Bilanzierungsobjekt hervorgeht. Dieser Beitrag zeigt, dass die Bilanzierung dieser Kosten mit der bilanziellen Einordnung des aus einer SaaS-Vereinbarung resultierenden Nutzungsrechts an den Softwarefunktionalitäten verbunden ist. Auf dieser Grundlage werden die Konsequenzen für die Bilanzierung von Implementierungs- und Anpassungskosten nach IAS 38 bzw. IFRS 16 herausgearbeitet.
1. Einleitung
Mit dem Fortschreiten der Digitalisierung greifen Unternehmen zunehmend auf cloudbasierte Technologien zurück, um bspw. ERP-, CRM- und andere komplexe Systeme sowie Desktop-, Kollaborations- und Kommunikationsanwendungen zu nutzen. Softwareanwendungen werden dabei immer häufiger über Software as a Service (SaaS) anstatt über traditionelle Softwarelösungen bezogen. Bei SaaS bezieht der Kun...