Suchen Kontrast Hilfe

Besitzen Sie diesen Inhalt bereits, melden Sie sich an.
oder schalten Sie Ihr Produkt zur digitalen Nutzung frei.

Dokumentvorschau
IRZ 6, Juni 2026, Seite 243

Die Bilanzierung von Implementierungs- und Anpassungskosten im Zusammenhang mit SaaS-Vereinbarungen im IFRS-Abschluss

Ann Kristin Borchert

Mit dem zunehmenden Bezug von Softwarefunktionalitäten über Software as a Service (SaaS) gewinnen Implementierungs- und Anpassungstätigkeiten, deren Kosten die laufend anfallenden Nutzungsgebühren häufig deutlich übersteigen, an Bedeutung. Die Bilanzierung von Implementierungs- und Anpassungskosten wurde bislang überwiegend unter der Annahme untersucht, dass aus einer SaaS-Vereinbarung kein aktivierungsfähiges Bilanzierungsobjekt hervorgeht. Dieser Beitrag zeigt, dass die Bilanzierung dieser Kosten mit der bilanziellen Einordnung des aus einer SaaS-Vereinbarung resultierenden Nutzungsrechts an den Softwarefunktionalitäten verbunden ist. Auf dieser Grundlage werden die Konsequenzen für die Bilanzierung von Implementierungs- und Anpassungskosten nach IAS 38 bzw. IFRS 16 herausgearbeitet.

1. Einleitung

Mit dem Fortschreiten der Digitalisierung greifen Unternehmen zunehmend auf cloudbasierte Technologien zurück, um bspw. ERP-, CRM- und andere komplexe Systeme sowie Desktop-, Kollaborations- und Kommunikationsanwendungen zu nutzen. Softwareanwendungen werden dabei immer häufiger über Software as a Service (SaaS) anstatt über traditionelle Softwarelösungen bezogen. Bei SaaS bezieht der Kun...

Daten werden geladen...