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IRZ 3, März 2026, Seite 105

Schätzung von Preis- und Kostensteigerungen bei langfristigen Rückbauverpflichtungen

Helfried Labrenz und André Schmidt

Der enorme Preis- und Kostenanstieg im Jahr 2022 hat bei dem hier untersuchten Baupreisindex einen Strukturbruch zur Folge. Da diese Entwicklung zum einen kein Einzelfall ist und sie zum anderen einen nachhaltigen Bewertungseffekt in Bezug auf Rückbauverpflichtungen erzeugt, sind die aus Mittelabflussprognosen abgeleiteten Wachstumsmodelle jährlich auf Trendanpassungen zu prüfen. Dabei ist IAS 37.43 wesentlich, aus dem hervorgeht, dass unabhängig von den gegenwärtigen Bewertungsunsicherheiten eine unangemessen hohe Zuführung nicht IFRS-konform ist. Im Beitrag werden konkrete Vorschläge zum Umgang mit Strukturbrüchen im Wachstumstrend besprochen sowie notwendige Wertkorrekturen beschrieben.

1. Problemstellung

Die Bewertung langfristiger Rückbauverpflichtungen war aufgrund der enormen Preis- und Kostenanstiege in den letzten Jahren im Fokus der Aufmerksamkeit und erzeugte diesbezüglich enorme Unsicherheiten. Auch in den kommenden Geschäftsjahren wird sich dies nicht grundlegend ändern, denn die Preisentwicklungen der vergangenen Jahre haben u.U. einen wesentlichen Einfluss auf die Trendfortschreibung und damit einen langfristigen Bewertungseffekt. Ferner werden Bilanzansätze auch davon...

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