Handbuch Kreislaufwirtschaft
1. Aufl. 2026
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S. 342.3. Das Schmetterlingsdiagramm als Entscheidungshilfe: Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft gemeinsam denken
2.3.1. Einleitung
Der verringerte Einsatz (primärer) Rohstoffe und die Reduktion von Abfall kommen nicht nur der Umwelt zu Gute. Sie eröffnen auch neue Chancen für (produzierende) Unternehmen. Die Kreislaufwirtschaft stellt ein wirksames Modell dar, um sowohl ökologischen als auch unternehmerischen Zielen näher zu kommen. Doch zur vollen Entfaltung ihres Potenzials kann das Konzept mit weiteren in Zusammenhang gestellt werden. Eines davon ist die Bioökonomie, da sie sich um den Umgang mit biobasierten Rohstoffen dreht. Um beiden Konzepten und ihrer Verknüpfung näher zu kommen, wird im Folgenden aufgezeigt, welche Fragen für Unternehmen bei der Nutzung von Biomasse aufkommen können, wie Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie im Zusammenhang stehen und was bei der Verwendung von Biomasse zu beachten ist. Dabei wird auch eine der bekanntesten Darstellungen der Kreislaufwirtschaft, nämlich das Butterfly Diagram der Ellen MacArthur Foundation, vorgestellt und diskutiert.
2.3.2. Das Verhältnis zwischen Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie
Die Nachfrage nach Biomasse wächst kontinuierlich. Häufig wird angenommen, dass die Substitution erdölbasierter Materialien durch nachwachsende Rohstoffe automatisch zu einer umweltschonenderen Herstellung von Produkten führt. Doch dieser Ansatz greift zu kurz: Der Fokus liegt oftmals ausschließlich auf der bloßen Materialsubstitution, ohne den grundsätzlichen Nutzen oder die Notwendigkeit des Produkts zu hinterfragen.