Handbuch Kreislaufwirtschaft
1. Aufl. 2026
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1.2. Denkschulen und Entwicklung der Circular Economy
Unsere derzeitige Wirtschaftsweise ist linear: Wir entnehmen Ressourcen biologischer, mineralischer oder fossiler Natur, produzieren kurzlebige Produkte, nutzen sie für einen begrenzten Zeitraum und entledigen uns ihrer anschließend - oft trotz weiter bestehender Funktionalität. Dieses Modell hat unsere Produktivität und unseren Wohlstand entscheidend geprägt und findet heute seine Auswüchse etwa in sogenannten „Fast“-Branchen, die sich durch schnelle Zyklen, Massenproduktion und kurzlebige Trends auszeichnen. Schnell oder nicht trägt diese Art des „linearen“ Wirtschaftens zu Ressourcenknappheit, Biodiversitätsverlust, steigenden Emissionen und globalen Ungleichheiten bei. Ein Wandel ist unumgänglich, wenn wir innerhalb der planetaren Grenzen bleiben und gleichzeitig ein gutes Leben für alle möglich machen wollen.
S. 4Die Kreislaufwirtschaft bietet ein alternatives Wirtschaftskonzept, das sich aus vielen Quellen speist - eine der maßgeblichsten jedoch ist der „common sense“, auf Deutsch wohl so etwas wie „Hausverstand“: Wie kann es sein, dass wir auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen an immerwährendes Wachstum glauben wollen? Sc...