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GRC aktuell 4, Dezember 2025, Seite 158

Von Datenschutz zu Digital Governance: Haftungsrisiken und Compliance-Synergien unter DSGVO, KI-VO und NIS-2

Bernd Schöngrundner

Mit dem Zusammenwirken von DSGVO, KI-VO und NIS-2-RL entsteht erstmals ein kohärentes europäisches Haftungsregime für digitale Systeme. Dieses Regime fordert von Unternehmen, Datenschutz, KI-Sicherheit und Cyber-Resilienz nicht isoliert, sondern ganzheitlich zu managen. Compliance wird damit zu einem strategischen Wettbewerbsvorteil sowie zu einem zentralen Bestandteil der Unternehmensführung.

Für CFO, CCO und Aufsichtsgremien bedeutet dies: Die Einhaltung digitaler Pflichten ist kein reines IT-Thema mehr, sondern Teil der Corporate Governance und somit des haftungsrelevanten Pflichtenkreises. Unternehmen sollten daher ein integriertes Digital-Governance-System etablieren, das Datenschutz, IT-Sicherheit, Ethik und Nachhaltigkeit miteinander verbindet - etwa im Rahmen der ESG-Berichterstattung.

Der europäische Gesetzgeber bewegt sich damit in Richtung eines einheitlichen digitalen Rechtsrahmens, in dem Nachweis, Risiko und Verantwortlichkeit systematisch verknüpft sind. Wer frühzeitig auf Transparenz, technische Robustheit und dokumentierte Verantwortlichkeiten setzt, wird nicht nur Haftungsrisiken vermeiden, sondern langfristig Vertrauen gewinnen und Wettbewerbsvorteile erlangen.

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