Besitzen Sie diesen Inhalt bereits,
melden Sie sich an.
oder schalten Sie Ihr Produkt zur digitalen Nutzung frei.
Liebe Leserinnen und Leser,
klassischerweise – mit den kürzer werdenden Tagen regen sich Beschaulichkeit und Nachdenklichkeit; nach den schrecklichen Ereignissen der vergangenen Wochen sowieso. Wenn der Herbst geht, wird über das Jahr Bilanz gezogen, und der bevorstehende Jahreswechsel verdichtet sich zur inneren Rückschau auf das, was wesentlich ist im Leben; gerade wie in dem aktuellen Songtext „Was wirklich bleibt”, der momentan über alle Radiokanäle hinweg seine Verbreitung findet und in dem es heißt:
Woran wirst du dich erinnern? Woran willst du dich erinnern? Und dann schaust du zurück, zurück auf das was wirklich bleibt Wir haben nicht unendlich viel Zeit, sag mir was wirklich bleibt. (Christina Stürmer)
Überlegungen, die ganz existenzielle Lebensfragen eines jeden Einzelnen berühren und sich eben zu Weihnachten häufig ins Gedächtnis rufen. 2015, nach 10 Jahren verpflichtender IAS/IFRS-Anwendung für börsennotierte Unternehmen, gibt es in der IFRS-Welt einiges, auf das sich nach einer Dekade zurückblicken lässt; doch kein Rückblick ohne Ausblick.
Aktuell? Zwischen den beiden neuen, großen IASB-Projekten IFRS 9 und IFRS 15 ist die Nachricht der Woche schnell ausgemacht. Demnächst soll der neue IFRS 16 an die Öffentlichkeit treten. Und so präsentieren wir in diesem Heft der IRZ einen Reigen der großen Drei: IFRS 9, IFRS 15 und IFRS 16. Dabei betrifft IFRS 9 nicht nur Banken; auch Industrieunternehmen sollten die Entwicklungen genau beobachten. Umgekehrt kann wiederum im Kreditgeschäft bisweilen IFRS 15 (statt IFRS 9) den Takt angeben. Er ist durchaus auf einige der von Kreditinstituten berechneten Gebühren anzuwenden und verdient insofern, auch von Unternehmen der Finanzbranche beachtet zu werden. Und das Top-Thema IFRS 16 befasst sich in der Autorenschaft von Reinhard Heyd und Anna Ruchti mit den erwarteten Auswirkungen des neuen Standards auf Bilanzkennzahlen wie z.B. Eigenkapitalquote, EBIT/EBITDA, indem sich die (errechneten) Effekte am Beispiel eines Unternehmens der Transport- und Logistikbranche zeigen. Letztlich werden sich beim Übergang die Rating-Kennzahlen verschlechtern. Darauf müssen sich die Unternehmen einstellen.
Als Erstes aber nun (ab S. 464) die lesenswerte Rückschau auf das (fast vergessene) Practice Statement Management Commentary: Heute, annähernd genau vor fünf Jahren, veröffentlichte der IASB im Dezember 2010 das PS MC. Peter Dittmar und Henner Klönne nehmen dieses in Augenschein; sie bewerten den „Erfolg” des PS MC und fragen – übrigens nach aktueller Veröffentlichung eines zweiten PS zum Thema Application of Materiality to Financial Statements am (IRZ 2015, 474) – nach der dahinterstehenden „Erfolgsgeschichte”. Ein Rückblick und ein Ausblick.
Wir wünschen allen Lesern und Autoren eine friedliche Weihnachtszeit und einen glücklichen Jahreswechsel!
Eva Trischberger, IRZ-Redaktion




