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GmbH-Geschäftsführer: Haftung nach Prolongation eines CHF-Fremdwährungskredits?
ÖBA 2026/3219 (OGH)
https://doi.org/10.47782/oeba202607054201
Die 2014 vereinbarte Verlängerung eines 2001 aufgenommenen Schweizer-Franken-Fremdwährungskredits inklusive Stop-Loss-Order widerspricht nicht der Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes.
Die im Jänner 2015 erfolgte Änderung der Währungspolitik der Schweizer Nationalbank war selbst für eine Bank nicht vorherzusehen.
Stop-Loss-Orders waren bei der gebotenen ex ante-Betrachtung als Schutzmaßnahme im Hinblick auf das Wechselkursrisiko eines CHF-FX-Kredits nicht generell untauglich.
Aus der Begründung:
[1] Über das Vermögen der K Bauträger GmbH (Gesellschaft) wurde der Konkurs eröffnet. Die Kl erwarb vom MV sämtliche Forderungen und Vermögenswerte der Gesellschaft.
[2] Die Vorinstanzen wiesen das auf § 25 Abs 1 GmbHG gestützte Schadenersatzbegehren der Kl gegen den Erstbekl als Geschäftsführer sowie den Zweitbekl als faktischen Geschäftsführer der Gesellschaft für den aus der Prolongation eines 2001 von der Gesellschaft zur Finanzierung eines Bauprojekts aufgenommenen CHF-FX-Kredits entstandenen Verlust von € 225.936,99 ab.
[3] Die ao Revision der Kl zeigt keine erhebliche Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO auf:
[4] 1.1. Unter der Sorgf...