Externe Unternehmensrechnung
6. Aufl. 2026
Besitzen Sie diesen Inhalt bereits,
melden Sie sich an.
oder schalten Sie Ihr Produkt zur digitalen Nutzung frei.
S. 505Kapitel 16 Bilanzierung und Bewertung latenter Steuern
A. Überblick
Abb. 16.1: Überblick Steuerlatenzen
Relevante Gesetzesstellen
§ 198 Abs. 9 und Abs. 10 UGB, § 224 Abs. 2 D. und Abs. 3 B. 3 UGB, § 235 Abs. 2 UGB
B. Basiswissen
16.1. Grundlagen zu den latenten Steuern
Das im UGB umgesetzte Konzept der latenten Steuern entspricht dem international üblichen bilanzorientierten Konzept (= temporary concept). Dieses bilanzorientierte Konzept fokussiert auf die Buchwertunterschiede der Vermögensgegenstände, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten im UGB und Steuerrecht. Lassen sich Buchwertunterschiede festmachen, die sich im Zeitablauf wieder ausgleichen (= temporäre Unterschiede), werden diese der Bemessung latenter Steuern zugrunde gelegt.
Latente Steuern können aktivseitig - als latenter Steueranspruch - oder passivseitig - als latente Steuerschuld - zum Ausweis gelangen und zeigen die aus den Buchwertunterschieden resultierenden künftigen steuerlichen Entlastungen oder Belastungen. Die Ursache dieser Steuerlatenzen liegt im gegenwärtigen Geschäftsjahr, so dass eine entsprechende bilanzielle Abbildung erforderlich ist. Insofern dient die bilanzielle Abbildung latenter Steuern einem zutreffenden Vermögensausweis, wenng...