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Reden reicht nicht - wie Dialoge die Kultur, die Zusammenarbeit und die Ergebnisse verändern
„Wir leben in einem Haus aus Sprache.“
Das ist ein leicht abgewandeltes Zitat des rumänisch-französischen Philosophen Emil Cioran. Dieses Zitat betont die fundamentale Rolle der Sprache für unsere Existenz und Identität, da Sprache eine Grundlage für unsere Wahrnehmung und unser Verständnis der Welt bildet. Sprache ist mehr als ein Mittel zur Kommunikation. Sie ist ein kulturelles Fundament, das Bedeutungen schafft, Realitäten formt und Beziehungen prägt. In Organisationen, ebenso wie in Familien und anderen sozialen Systemen, entscheidet die Art und Weise, wie wir Sprache verwenden, in hohem Maße darüber, ob Menschen einander verstehen, ob sie Vertrauen entwickeln und ob gemeinsames Handeln gelingt. Wir alle kennen die Erfahrung, dass Kommunikation gelingt, dass durch das gemeinsame achtsame Miteinander-Sprechen sich etwas zum Positiven verändert. Doch wir alle haben sicher auch die Erfahrung des Getrenntseins in Gesprächen gemacht, des Kämpfens mit Worten um Status und Rollendurchsetzung. Ich denke, wir alle sind mit Worten bereits tief verletzt worden.
Auch die digitale Kommunikation macht es für uns nicht leichter. Für den Philosophen Byung-Chul Han besteht die digitale Kommuni...