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SWK 7, 1. März 2026, Seite 399

Steuerneutrale Substanzauszahlungen im Fall von liechtensteinischen Stiftungen

VwGH konkretisiert Voraussetzungen für ausländische Stiftungen

Tobias Hayden, Marco Thorbauer und Sarah Dräxler

Der VwGH hat Ende 2025 erstmals Stellung zur Möglichkeit steuerneutraler Substanzauszahlungen liechtensteinischer Stiftungen genommen. Das Höchstgericht konkretisiert dabei erfreulicherweise die Voraussetzungen für ausländische Stiftungen. Nicht alle offenen Fragen in Zusammenhang mit Substanzauszahlungen ausländischer Stiftungen wurden allerdings durch das Erkenntnis geklärt.

1. Begriff der Substanzauszahlung

Als Pendant zur Einlagenrückzahlung iSd § 4 Abs 12 EStG bei Kapitalgesellschaften wurde der Begriff der Substanzauszahlung durch das SchenkMG 2008 geschaffen: Vermögenszuwendungen an eine Privatstiftung nach dem begründen Neuvermögen und können steuerneutral unter den Voraussetzungen des § 27 Abs 5 Z 8 EStG in den außerbetrieblichen Bereich von (Letzt-)Begünstigten zugewendet werden.

Substanzauszahlungen von Neuvermögen gemäß § 27 Abs 5 Z 8 EStG müssen kumulativ

  • im Evidenzkonto Deckung finden und

  • den „maßgeblichen Wert“ (speziell adaptierter Bilanzgewinn als zu überspringende betragliche Hürde) übersteigen.

S. 400 Seit dem SchenkMG 2008 sind die Begünstigungen in § 27 Abs 5 Z 8 (und Z 9 EStG) auch auf ausländische vergleichbare und intransparente Privatstiftungen grundsätzlich anwendbar. Eine Vergleichbarkeit nach österreichischem nationalem ...

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