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Elon Musks „idiot index“ in der Aktienanalyse
Anders als in der Old-Space-Industrie üblich, mutet sich das New-Space-Unternehmen SpaceX anstelle von Kosten-Plus-Verträgen die Erfüllung von Festpreisvereinbarungen zu. Damit entfällt der institutionalisierte Fehlanreiz, die Kosten und damit den Gewinn in die Höhe zu treiben, zugunsten einer konsequent auf Kosteneffizienz getrimmten Raketenentwicklung. Gesteuert wird diese Zielsetzung mittels einer Kennzahl, welche Elon Musk selbst provokant als „idiot index“ (sic!) bezeichnet. In Anbetracht der unter Anwendung dieser eigentümlich benannten Kennzahl erreichten Kostenvorteile sollen der „idiot index“ im vorliegenden Beitrag im Hinblick auf das Potenzial für die Aktienanalyse erörtert und entsprechende Datenprobleme aus Sicht eines unternehmensexternen Analysten aufgezeigt werden.
1. Dringlichkeit (urgency) und der „idiot index“
Um das relevante Steuerungs- und Analysefeld der Kennzahl „idiot index“ näher zu verstehen, bietet sich zunächst ein Blick auf den von Elon Musk angewendeten Steuerungsalgorithmus an, mit welchem drängende (Über-)Komplexitäts- und Effizienzprobleme unter dem Primat der Dringlichkeit (urgency) gelöst werden sollen:
Stelle jede Anforderung in Frage (im Zweifel s...