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Expat-Verrechnung im Konzern
Shareholder-Kosten oder Aufwertung des Funktionsprofils?
In internationalen Konzernen sind Entsendungen alltäglich, aus Sicht der Verrechnungspreise kommt ihnen aber oft nur geringe Aufmerksamkeit zu. So wird etwa die Verrechenbarkeit dem Grunde und der Höhe nach im Local File oft kaum explizit dokumentiert. Dieser Beitrag beleuchtet auf Basis einer Fallstudie aus der Außenprüfung die Risiken, die aus fehlender Dokumentation und unzureichender Verrechnungspreisanalyse im Rahmen von Entsendungssystemen für Unternehmen entstehen können.
1. Fallstudie: Außenprüfung beim TECH-Konzern
Bei der TECH-AT (im Folgenden: AT) wird eine Außenprüfung mit Schwerpunkt Verrechnungspreise durchgeführt. Die österreichische AT ist Teil der amerikanischen TECH-Gruppe und als low-risk distributor für den Prinzipal TECH-HQ in den USA (im Folgenden: HQ) tätig. Sie kauft komplexe technologische Produkte vom HQ ein und verkauft sie an österreichische Kunden weiter. Für die Gesellschaft wird eine TNMM-Studie mit einer interquartilen Bandbreite von 1 % bis 5 % (Median: 3 %) vorgelegt, die Ist-Margen der AT liegen nahe dem Median. Die Gesellschaft wird funktional als einfaches Vertriebsbüro ohne wesentliche Wertschöpfung dargestellt.
Im Außenprüfungsverfahren ergibt si...