Der Jahresabschluss nach dem Unternehmensgesetzbuch, Band 2
7. Aufl. 2013
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S. 375Kapitel XIV Konzernabschlussanalyse
1 Vorbemerkungen
Für die Jahresabschlussanalyse eines Konzerns gelten die gleichen Grundsätze wie für die Analyse eines einzelnen Unternehmens.
Im Gegensatz zum unternehmensrechtlichen Einzelabschluss dient der Konzernabschluss ausschließlich Informationszwecken. Er ist daher auch weniger durch etwaige Verzerrungen, die im Einzelabschluss durch die dort vorherrschenden unternehmensrechtlichen und steuerrechtlichen Funktionen auftreten können, beeinflusst und damit in wesentlich größerem Umfang als der Einzelabschluss auf den true and fair view ausgerichtet, was auch in den gesetzlichen und sonstigen Vorschriften über den Inhalt des Konzernabschlusses zum Ausdruck kommt.
Bei der Analyse eines Konzernabschlusses ist allerdings darauf zu achten, dass der Konzernabschluss aus einem Konglomerat rechtlich selbständiger Unternehmen mit allen sich daraus ergebenden Problemen besteht, die unter Umständen auch die Analyse beeinflussen können. Aus diesen Gründen ist dem Konzernanhang und dem Konzernlagebericht, in manchen Fällen auch dem Anhang und dem Lagebericht einzelner Konzernunternehmen eine erhöhte Bedeutung als Informationsinstrument für den Analytiker beizumessen.
2 Die Konzernabschlussanalyse als Bestandteil des Konzernabschlusses
2.1 Die Vorschriften des UGB
Die mit der Umsetzung der Modernisierungsrichtlinie durch das Rechnungslegungsänderungsgesetz (ReLÄG) 2004 in das UGB aufgenommenen Bestimmungen verlangen erstmals die Aufnahme von Kennzahlen der Jahresabschlussanalyse in den Lagebericht sowohl des Einzelabschlusses als auch des Konzernabschlusses, wobei anzumerken ist, dass dies bei vielen Unternehmen und Konzernen auch schon vorher freiwillig geschah.
§ 243 Abs 2 verlangt für den Jahresabschluss einer Kapitalgesellschaft, dass der Lagebericht eine ausgewogene und umfassende, dem Umfang und der Komplexität der Geschäftstätigkeit angemessene Analyse des Geschäftsverlaufes, einschließlich des Geschäftsergebnisses, und der Lage des Unternehmens zu enthalten hat.
Die Analyse hat abhängig von der Größe des Unternehmens und von der Komplexität des Geschäftsbetriebes auf die für die jeweilige Geschäftstätigkeit wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren einzugehen und sie unter Bezugnahme auf die im Jahresabschluss ausgewiesenen Beträge und Angaben zu erläutern.
S. 376Gemäß Absatz 5 umfasst die Analyse für große Kapitalgesellschaften auch die wichtigsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren einschließlich Informationen über die Umwelt und Arbeitnehmerbelangen. Die gleichen Bestimmungen gelten gemäß § 267 Abs 2 für den Konzernlagebericht.
Gemäß den Erläuternden Bemerkungen zum ReLÄG sind neben der seither für den Konzern gesetzlich vorgeschriebenen Geldflussrechnung die gängigen Kennzahlen der finanzwirtschaftlichen und erfolgswirtschaftlichen Analyse (zB Erfolgskennzahlen, insbesondere Rentabilitätskennzahlen, Kennzahlen der Vermögens- und Kapitalstruktur, Finanzierungskennzahlen) zu erfassen.
2.2 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren im Lagebericht
2.2.1 Stellungnahmen des AFRAC und der Fachsenate
Sowohl das AFRAC als auch die Fachsenate für Organisation und Betriebswirtschaft und für Unternehmensrecht der Kammer der Wirtschaftstreuhänder haben zur Frage der finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren im Lagebericht Stellung genommen:
Das AFRAC bezeichnet in seiner Stellungnahme „Lageberichterstattung gem § 243, 243a und 267“ vom Juni 2009 mangels Fehlens einer Definition des Begriffes „Leistungsindikatoren“ diese entsprechend dem englischen Begriff „key performance indicators“ als die wesentlichen Erfolgsmaßstäbe des Unternehmens (Tz 34).
Finanzielle Leistungsfaktoren sind im Gegensatz zu nicht finanziellen Leistungsindikatoren als die gängigen Kennzahlen (Zahlen oder Zahlenverhältnisse) der finanzwirtschaftlichen und erfolgswirtschaftlichen Analyse anzusehen.
Unter nicht finanziellen Leistungsindikatoren versteht das AFRAC
„alle Belange, Umstände und Faktoren, die über die finanziellen Leistungsindikatoren hinaus für das Verständnis von Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis oder Lage von Bedeutung sind und/oder die voraussichtliche Entwicklung wesentlich beeinflussen können“.
Der Fachsenat für Unternehmensrecht und Revision definiert die finanziellen Leistungsindikatoren in Anlehnung an vergleichbare internationale Regelungen (UK Reporting Standard Nr 1 The Operating and Financial Review) als Faktoren,
„auf Grund derer die Entwicklung, das Ergebnis und die Lage des Unternehmens wirksam gemessen werden können; sie sind quantifizierte Maßgrößen, die die kritischen Ergebnisfaktoren des Unternehmens abbilden und den Fortschritt zur Erreichung eines bestimmten Ziels oder bestimmter Ziele offenlegen“.
S. 377Zu den finanziellen Leistungsindikatoren gehören neben Verhältniszahlen auch „absolute Zahlen wie zB die Umsatzerlöse und andere vielfach verwendete Zwischensummen aus der Gewinn- und Verlustrechnung (zB Betriebsergebnis, Finanzergebnis usw). Aus diesen absoluten Zahlen werden Verhältniszahlen abgeleitet, die für die Darstellung der Unternehmensstruktur den Vorteil größerer Anschaulichkeit auch im Vergleich mit anderen Unternehmen besitzen.“
Unter den nicht finanziellen Leistungsindikatoren versteht der Fachsenat im Einklang mit den Erläuternden Bemerkungen zum Gesetz
„eine Analyse der ökologischen und sozialen Aspekte, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufes, des Geschäftsergebnisses und der Lage des Unternehmens erforderlich ist“.
Der Fachsenat für Betriebswirtschaft und Organisation definiert in seinem Fachgutachten KFS/BW 3 in Anlehnung an das AFRAC finanzielle Leistungsindikatoren
„als wesentliche Erfolgsmaßstäbe eines Unternehmens, die eine effektive Messung von Entwicklung, Performance und Geschäftstätigkeit ermöglichen und quantifizierbar sind. Die finanziellen Leistungsindikatoren werden finden sich im Rahmen der Jahresabschlussanalyse als Kennzahlen.“
2.2.2 Der Ansatz finanzieller Leistungsindikatoren (Kennzahlen) im Lagebericht des Konzernabschlusses
2.2.2.1 Die Ableitung der Leistungsindikatoren aus den Zahlen des Konzernabschlusses
Die in den § 243 und 267 normierte Bestimmung, nach der die finanziellen Leistungsindikatoren unter Bezugnahme auf die im Jahresabschluss ausgewiesenen Beträge und Angaben zu erläutern sind, führt laut AFRAC zum Schluss (Tz 36), dass im Lagebericht lediglich direkt aus dem Jahresabschluss ableitbare Kennzahlen als finanzielle Leistungsindikatoren anzugeben sind. Allerdings sieht das AFRAC auch die Möglichkeit, dass es in Einzelfällen sinnvoll sein kann, unter Darstellung einer zahlenmäßigen Überleitung auch nicht direkt aus dem Jahresabschluss ableitbare Kennzahlen anzugeben.
Auch der Fachsenat für Unternehmensrecht verlangt die unmittelbare Ableitung der finanziellen Leistungsindikatoren aus den im Jahresabschluss ausgewiesenen Beträgen und Angaben, erachtet es aber in Übereinstimmung mit dem Fachgutachten des Fachsenates für Betriebswirtschaft und Organisation KFS/BW 3 als zulässig,
„zum Zweck einer wesentlichen und betriebswirtschaftlich begründeten Verbesserung der Aussagefähigkeit finanzieller Leistungsindikatoren bei deren Berechnung Beträge heranzuziehen, die dem Jahres- bzw Konzernabschluss einschließlich des S. 378 Anhanges bzw Konzernanhanges nicht unmittelbar entnommen werden können, wenn die Ableitung dieser Beträge aus den im Jahres- bzw Konzernabschluss einschließlich des Anhanges bzw Konzernanhanges angeführten Beträgen nachvollziehbar dargestellt wird“.
2.2.2.2 Angemessene finanzielle Leistungsindikatoren (Kennzahlen) gemäß Fachgutachten KFS/BW 3
Im Sinne der § 243 bzw 267 empfiehlt der Fachsenat für Betriebswirtschaft und Organisation im Punkt 2 des Fachgutachtens die Heranziehung folgender angemessener finanzieller Leistungsindikatoren, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass diese eher als Mindeststandard für die Lageberichterstattung denn als angemessen anzusehen sind (siehe auch Kapitel XI/1.5.1.2.1.4.).
1. Kennzahlen zur Ertragslage
Umsatzerlöse (Sales)
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before Interest and Tax – EBIT)
Umsatzrentabilität (Return on Sales – ROS)
Kapitalrentabilität
–Gesamtkapitalrentabilität (Return on Investment – ROI)
–Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity – ROE)
2. Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage
Eigenkapitalquote (Equity Ratio)
Nettoumlaufvermögen (Working Capital)
Nettoverschuldung (Net Debt)
Nettoverschuldungsgrad (Gearing)
3. Cashflow-Kennzahlen
Zur Darstellung des Geschäftsverlaufs sind die Kennzahlen zumindest für das Geschäftsjahr und das Vorjahr anzugeben, wobei Änderungen gegenüber dem Vorjahr, die auf Änderungen der Berechnung oder wesentliche Änderungen der Unternehmensstruktur zurückzuführen sind, zu erläutern sind. Wenn sich die Unternehmensstruktur nicht wesentlich verändert hat, wird der Einblick in die Entwicklung des Unternehmens verbessert, wenn ausgewählte Kennzahlen für einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren dargestellt werden.
2.2.2.2.1 Kennzahlen zur Ertragslage
Die Darstellung finanzieller Leistungsindikatoren umfasst auch die Erläuterung der Umsatzerlöse.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern entspricht dem um den Zinsaufwand korrigierten Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
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Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | |
+ | Zinsen und ähnliche Aufwendungen gem § 231 Abs 2 Z 15 bzw Abs 3 Z 14 UGB |
= | Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) |
Die Kennzahl versteht sich als ordentliches betriebliches Ergebnis vor Zinsen und Steuern.
In der Praxis wird der EBIT häufig mit dem Betriebserfolg (§ 231 Abs 2 Z 8) gleichgesetzt, da man fälschlich Erträge und Aufwendungen aus Finanzinvestitionen zu den Finanzierungsaufwendungen zählt.
Wie auch Coenenberg (Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse20) bemerkt, zählt das EBIT zu den wichtigsten und am häufigsten berichteten Zwischenergebnissen im Jahresabschluss. „Durch die Eliminierung der Zinsaufwendungen werden Finanzierungseffekte ausgeschlossen. Der EBIT ist folglich für eine Analyse besonders geeignet, da er gerade für Renditebetrachtungen eine von der Kapitalstruktur unabhängige Vergleichsbasis bietet.“
Die Umsatzrentabilität entspricht dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern zu den Umsatzerlösen. Die Umsatzrentabilität kann daher wie folgt ermittelt werden:
Tabelle in neuem Fenster öffnen
Umsatzrentabilität = | Ergebnis vor Zinsen und Steuern | |
Umsatzerlöse |
Als Basis der Kapitalrentabilität wird entweder das Kapital zum Anfang des Geschäftsjahrs oder das durchschnittlich gebundene Kapital herangezogen. Letzteres erscheint logischer, da die laufenden Ergebnisse des Kapitaleinsatzes jeweils unmittelbar im Geschäftsprozess eingesetzt werden.
Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern zum Gesamtkapital.
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Gesamtkapitalrentabilität = | Ergebnis vor Zinsen und Steuern | |
Gesamtkapital |
S. 380Gesamtkapitalrentabilität und Umsatzrentabilität stellen auf den Gesamtbetrieb ohne Berücksichtigung der Unternehmensfinanzierung ab. Durch den Vergleich der Gesamtkapitalrentabilität mit dem Fremdkapitalzinssatz können der Leverageeffekt und dessen Umkehr und damit die Grenze der Fremdfinanzierung festgestellt werden.
Die Eigenkapitalrentabilität hängt von der Gesamtkapitalrentabilität, der Fremdkapitalquote und der Höhe des Zinssatzes für das Fremdkapital ab. Liegt der Fremdkapitalzinssatz unter der Gesamtkapitalrentabilität, steigt bei zunehmender Verschuldung die Eigenkapitalrentabilität. Sinkt die Rentabilität des eingesetzten Vermögens unter die Kosten des Fremdkapitals, tritt der umgekehrte Leverageeffekt ein, das heißt die Eigenkapitalrentabilität geht zurück, um schließlich negativ zu werden. Dieser Zustand tritt umso früher ein, je höher die Fremdkapitalquote eines Unternehmens ist.
Gesamtkapitalrentabilität und Umsatzrentabilität sind auch Maßstäbe der Leistungsfähigkeit von Tochtergesellschaften, wenn etwa die Gesamtfinanzierung durch die Muttergesellschaft erfolgt (vgl hiezu Band 1, Kapitel 9.7 Kennzahlenpyramide).
Die Eigenkapitalrentabilität kann vor oder nach Steuern ermittelt werden. Üblicherweise wird das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) mit dem bereinigten Eigenkapital in Beziehung gesetzt.
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Eigenkapitalrentabilität = | EGT × 100 | |
bereinigtes Eigenkapital |
Bei der Ermittlung der Eigenkapitalrentabilität stellt sich die Frage der Behandlung eigener Anteile. Diese sind, soweit nicht eine Abnahmeverpflichtung eines Dritten besteht, mit dem Eigenkapital zu saldieren.
Häufig wird anstelle des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Jahresüberschuss in Bezug zum Eigenkapital gesetzt.
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Eigenkapitalrentabilität = | Jahresüberschuss × 100 | |
Eigenkapital |
2.2.2.2.2 Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage
Die Eigenkapitalquote stellt den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital dar.
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Eigenkapitalquote = | Eigenkapital | |
Gesamtkapital |
Das Nettoumlaufvermögen ergibt sich als Differenz aus kurzfristigem Umlaufvermögen und kurzfristigem Fremdkapital.
S. 381Das Umlaufvermögen ist um die darin enthaltenen langfristig gebundenen Bestandteile zu kürzen. Zu diesen zählen etwa Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Sowohl in das kurzfristige Umlaufvermögen als auch in das kurzfristige Fremdkapital sind die kurzfristigen Rechnungsabgrenzungsposten einzubeziehen. Unter kurzfristig ist hier eine Fälligkeit bis zum Ende des nächsten Geschäftsjahres zu verstehen.
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Umlaufvermögen einschließlich liquider Mittel | |
– | langfristiges Umlaufvermögen |
= | kurzfristiges Umlaufvermögen |
– | kurzfristiges Fremdkapital einschließlich kurzfristiger Bankkredite |
= | Nettoumlaufvermögen |
Die Working Capital Ratio ergibt sich aus der Division des kurzfristigen Umlaufvermögens durch die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Der Quotient zeigt den Polster, den das Unternehmen für die Abstattung der kurzfristigen Verbindlichkeiten hat.
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Kurzfristiges Umlaufvermögen | 1.000 |
Kurzfristige Verbindlichkeiten | 400 |
Nettoumlaufvermögen = Working Capital | 600 |
Working Capital Ratio = 1.000/600 = 1,67
Interpretation: Das Unternehmen hat einen guten Polster zur Abstattung seiner kurzfristigen Verbindlichkeiten.
Gelegentlich wird das Nettoumlaufvermögen auch als Umlaufvermögen abzüglich des unverzinslichen Fremdkapitals definiert, wobei zum unverzinslichen Fremdkapital die Lieferantenverbindlichkeiten und Kundenanzahlungen gezählt werden.
Das Nettoumlaufvermögen ist die wohl bekannteste kurzfristige Liquiditätskennzahl. Sie findet sich allerdings nur sehr selten in den veröffentlichten Geschäftsberichten gesondert ausgewiesen.
Die Nettoverschuldung ergibt sich als Saldo des verzinslichen Fremdkapitals und der flüssigen Mittel.
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Verzinsliches Fremdkapital | |
– | flüssige Mittel |
= | Nettoverschuldung |
S. 382Das verzinsliche Fremdkapital setzt sich jedenfalls aus folgenden Posten zusammen:
Anleihen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Rückstellungen für Abfertigungen
Rückstellungen für Pensionen
Rückstellungen für Jubiläumsgelder
Alle anderen Posten des Fremdkapitals sind auf ihre Zuordnung zum verzinslichen Fremdkapital zu untersuchen.
Die flüssigen Mittel bestehen aus dem Bilanzposten „Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten“ (§ 224 Abs 2 B IV), aus den Wertpapieren des Umlaufvermögens, die jederzeit in Geld umgewandelt werden können und nur einem geringen Wertschwankungsrisiko unterliegen, sowie aus sonstigem Finanzvermögen, das mit verzinslichem Fremdkapital in direktem Zusammenhang steht.
Der Nettoverschuldungsgrad entspricht dem Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital.
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Nettoverschuldungsgrad = | Nettoverschuldung | |
Eigenkapital |
2.2.2.3 Sonstige im Fachgutachten nicht angeführte, jedoch häufig gebrauchte Kennzahlen in den Lageberichten
2.2.2.3.1 Finanzwirtschaftliche Kennzahlen
Hier sind vor allem die Fremdkapitalquote und der Verschuldungsgrad zu nennen.
Die Fremdkapitalquote ist die Komplementärkennzahl zur Eigenkapitalquote. Sie zeigt die Höhe der Verschuldung im Verhältnis zur Bilanzsumme.
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Fremdkapitalquote = | Fremdkapital | |
Gesamtkapital |
Der Verschuldungsgrad ist das Verhältnis des Fremdkapitals zum Eigenkapital.
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Verschuldungsgrad = | Fremdkapital | |
Gesamtkapital |
S. 3832.2.2.3.2 Ertragswirtschaftliche Kennzahlen
Über den im Fachgutachten genannten Mindeststandard hinaus werden in den veröffentlichten Konzernjahresabschlüssen regelmäßig noch folgende Kennzahlen verwendet:
EBITDA (Earnings before Interest, Tax, Depreciation and Amortization of Goodwill)
EBITDA-Marge
EBITA (Earnings before Interest, Tax and Amortization of Goodwill)
EBIT-Marge
RONA (Return on Net Asset)
ROCE (Return on Capital Employed)
CE (Capital Employed) im Zusammenhang mit dem ROCE
FCF (Free Cashflow)
EVA (Economic Value Added)
Wertschöpfungsrechnungen
Bei der Berechnung der Kennzahl EBITDA werden zum EBIT noch die Abschreibungen allfälliger Firmenwerte und die Abschreibungen vom übrigen Anlagevermögen gezählt (EBITDA = Earnings before interest, tax, depreciation and amortization).
Es handelt sich dabei eigentlich um eine (kapitalstrukturneutrale) Liquiditätskennzahl. Sie wird jedoch häufig als Erfolgskennzahl verwendet. Dies wird damit begründet, dass die Kennzahl EBITDA verzerrte Unternehmensergebnisse, die durch unterschiedliche Abschreibungspolitik auftreten können, ausgleiche und somit einen besseren Vergleich mit anderen Unternehmen als die Kennzahl EBIT selbst ermögliche.
Tatsächlich dient die Verwendung der Kennzahl EBITDA als Erfolgskennzahl – in gleicher Weise wie früher der Praktiker-Cashflow – sehr häufig einer Verschleierung der tatsächlichen Ertragslage des Unternehmens, da die Kennzahl EBITDA durch die Hinzurechnung der Abschreibung noch immer positiv sein kann, während die Kennzahl EBIT bereits negativ ist. Durch die verpflichtende Aufstellung einer Geldflussrechnung ist jedenfalls die EBITDA-Kennzahl als Liquiditätskennzahl unnötig geworden.
Da Abschreibungen (D = Depreciation) nichts anderes sind als periodisierte Ausgaben für Investitionen, sind sie genau so zu werten wie alle laufend anfallenden Ausgaben. Ein Weglassen solcher Abschreibungen wäre dann möglich, wenn sie nicht mehr für Ersatzinvestitionen gebraucht werden. Das A (= Amortization) steht für die Firmenwertabschreibung. Hier kann jedenfalls auf die Abschreibung verzichtet werden, da keine Reinvestition zu erwarten ist.
S. 384
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EBIT | |
+ | Abschreibung von Firmenwerten |
+ | Abschreibung vom übrigen Anlagevermögen |
EBITDA |
EBITDA ist eine in den Jahresabschlüssen sehr häufig gebrauchte Kennzahl.
Analog zur EBIT-Marge wird bei der EBITDA-Marge die Kennzahl EBITDA mit dem Umsatz in Beziehung gebracht.
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EBITDA-Marge = | EBITDA × 100 | |
Umsatz |
Für die Aussagekraft dieser Kennzahl ist einerseits die kritische Anmerkung zur Kennzahl EBITDA zu beachten. Andererseits zeigt die Kennzahl EBITDA sowohl den Überschuss vor Finanzierungs- und Investitionstätigkeiten als auch jenen Überschuss, welcher zur Deckung langfristiger Verpflichtungen zur Verfügung steht.
Die Kennzahl EBITA (Earnings before interest, tax and amortization) ist eine Ertragskennzahl, die nur jene Abschreibungen zur Kennzahl EBIT hinzuzählt, welche nicht wiederkehrende Ausgaben repräsentieren (Firmenwertabschreibung). Sie stellt somit eine prognosefähigere Kennzahl als das EBIT selbst dar.
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EBIT | |
+ | Abschreibung von Firmenwerten |
EBITA |
Diese Kennzahl wird wegen ihrer Prognosefähigkeit bei der Analyse von Jahres- und Konzernabschlüssen nach UGB häufig angewendet.
Die EBIT-MARGE ist eine Form der Umsatzrentabilität. Die Darstellung dieser Kennzahl erfolgt bei allen Unternehmen, die eine derartige Kennzahl ausweisen, als Quotient von EBIT und Umsatz. Sie ist in der Regel identisch mit dem ROS.
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EBIT-Marge = | EBIT | |
Umsatz |
Der RONA (Return on Net Asset) stellt nicht auf das Gesamtvermögen, sondern auf das durch das Eigenkapital und verzinsliche Fremdkapital gedeckte Vermögen ab.
S. 385Die Basisgröße Net Asset errechnet sich folgendermaßen:
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Eigenkapital | |
+ | verzinsliches Fremdkapital |
Net Asset |
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RONA = | EBIT – adaptierte Steuern | |
Net Asset |
Mit dem ROCE wird die Rendite des Capital Employed ermittelt.
Der ROCE ist neben der Eigenkapitalquote eine sehr häufig verwendete Kennzahl.
Im Gegensatz zum Net Asset ist im Capital Employed das verzinsliche Vermögen nicht enthalten. Damit dürfen die Erfolgskomponenten des verzinslichen Vermögens (Zinserträge) auch nicht in der Erfolgsgröße des ROCE enthalten sein. Wird das EBIT als Zählergröße herangezogen, ist daher darauf zu achten, dass darin keine Ergebnisse aus veranlagtem Finanzvermögen enthalten sind.
Bezüglich der Berechnung der Zählergröße folgt die Praxis dem Konzept, vom Betriebserfolg die adaptierten Steuern abzuziehen = NOPLAT (Net Operating Profit Less Adjusted Tax).
Zur Ermittlung des Capital Employed als Basiskennzahl für den ROCE wird vom langfristig gebundenen (verzinslichen) Kapital das verzinsliche Vermögen abgezogen.
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Eigenkapital | |
+ | verzinsliches Fremdkapital |
– | verzinsliches Vermögen |
Capital Employed |
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ROCE = | EBIT – adaptierte Steuern | |
Capital Employed |
In der Praxis finden sich gelegentlich auch abweichende Berechnungsformen für das Capital Employed.
Durch Abzug der Kapitalkosten (errechnet als gewogener Kapitalkostensatz vom investierten Kapital = WACC [siehe unten]) vom Betriebserfolg erhält man den Economic Value Added (EVA) bzw Residualgewinn.
Der WACC (Weighted Average Cost of Capital) ist eine Maßzahl für die gewichteten Kosten des eingesetzten Kapitals im Unternehmen. Bei der Ermittlung des WACC werden die Eigenkapitalkosten und die Fremdkapitalkosten aufgrund der Finanzierungsstruktur zu Marktwerten gewichtet und die Fremdkapitalkosten außerdem noch entsteuert, dh um die anteilige Steuerersparnis bereinigt.
Der EVA soll zeigen, wie weit das Unternehmen in der Lage ist, über die Normalverzinsung des eingesetzten Kapitals hinaus positive Ergebnisse zu erzielen.
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EVA = Betriebserfolg – WACC × Capital Employed |
Jahresbetriebserfolg: 170
WACC: 8%
Capital Employed 2.000
EVA = 170 – 0,08*2.000 = 10
Der Betriebserfolg liegt knapp über der Normalverzinsung.
Zur Wertschöpfungsanalyse, die ein sehr gutes Bild von der Entstehung und Aufteilung der im Unternehmen erzielten Wertschöpfung auf die Gesellschafter (Gewinn), Arbeitnehmer (Personalkosten), Fremdkapitalgeber (Zinsenaufwand) und die öffentliche Hand (Abgaben) zeigt, siehe Band I, Der Jahresabschluss nach dem Unternehmensgesetzbuch13, Kapitel 9.
Der Free Cashflow ist eine Kennzahl, die üblicherweise im Zuge der Planungsrechnung bei der Unternehmensbewertung ermittelt wird. Es handelt sich dabei um jenen Zahlungsüberschuss, welcher den Kapitalgebern (Eigenkapital und Fremdkapital) vor Berücksichtigung der Fremdfinanzierung zur Verfügung steht. Der Free Cashflow ist daher noch nicht um die Steuerersparnis aus Fremdkapitalzinsen (sog Tax Shield) erhöht.
Im Zusammenhang mit der Geldflussrechnung ergibt sich der Free Cashflow aus folgender Rechnung:
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Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | |
+ | darin enthaltene Fremdkaptalzinsen (abzüglich zurechenbarer Steuern) |
+/– | Cashflow aus Investitionstätigkeit |
Free Cashflow |
S. 3872.3 Börsekennzahlen
Neben den finanz- und erfolgswirtschaftlichen Kennzahlen, die in den Lageberichten dargestellt werden, publizieren börsennotierte Unternehmen in ihren Geschäftsberichten auch weitere Kennzahlen, die Zusammenhänge zwischen Ertrag, Dividende, Aktienanzahl und Kurs herstellen.
Im Folgenden werden ausschließlich in der Praxis verwendete Börsekennzahlen dargestellt. Neben Kapitalmarktdaten (Jahresschlusskurs, Dividenden pro Aktie, Marktkapitalisierung, niedrigster Schlusskurs, höchster Schlusskurs, Anzahl der Aktien und Dividende – insgesamt) sind die am häufigsten verwendeten Kennzahlen Earnings per Share, das Kurs-Gewinn-Verhältnis und die Dividendenrendite.
Das Ergebnis je Aktie stellt eine zentrale Kennzahl der aktienbezogenen Rentabilitätsanalyse dar und ist von börsennotierten Unternehmen verpflichtend zu veröffentlichen.
Die Angabe erfolgt zweifach: einerseits als unverwässertes Ergebnis je Aktie (Basic Earnings per Share), wobei der den Stammaktionären zurechenbare Gewinnanteil nach Abzug der Vorzugsdividende auf die durchschnittliche Anzahl der während der Periode ausstehenden Stammaktien bezogen wird; andererseits als verwässertes Ergebnis je Aktie (Diluted Earnings per Share) unter Berücksichtigung des durch die Ausgabe von Stammaktien unter deren Fair Value (zB Wandel- oder Optionsanleihen) hervorgerufenen negativen Verwässerungseffektes:
Unverwässertes Ergebnis je Aktie
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den Stammaktionären zustehendes Periodenergebnis |
gewichtete Anzahl der während der Periode ausstehenden Stammaktien |
Verwässertes Ergebnis je Aktie
Das verwässerte Ergebnis je Aktie zeigt an, wie sich dieses unter der Bedingung, dass alle potentiellen Aktien in Stammaktien umgewandelt wären, darstellen würde.
Zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie werden der den Stammaktionären zurechenbare Periodengewinn sowie der gewichtete Durchschnitt der in Umlauf befindlichen Aktien um die Auswirkungen aller verwässernden potentiellen Stammaktien bereinigt.
Eine potentielle Stammaktie ist ein Finanzinstrument oder sonstiger Vertrag, das bzw der dem Inhaber ein Anrecht auf Stammaktien verbriefen kann. Beispiele für potentielle Stammaktien sind Wandelschuldverschreibungen, Aktienoptionsscheine und Bezugsrechte, Gewinnbeteiligungspläne für Arbeitnehmer, die AktienbezugsrechteS. 388 vorsehen, auszugebende Aktien in Erfüllung gewisser vertraglicher Bedingungen, wie etwa bei Erwerb eines Geschäftes.
Verwässertes Ergebnis je Aktie
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verwässertes Periodenergebnis |
verwässerte Aktienanzahl |
2.3.2 Dividendenrendite
Diese gibt Auskunft über die Verzinsung des investierten Kapitals aus der Sicht des Investors und bietet diesem die Möglichkeit zum Renditevergleich mit alternativen Investitionsobjekten. Die Dividendenrendite wird als Quotient aus Dividende und Börsekurs ermittelt.
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Dividendenrendite = | Dividende | |
Aktienkurs |
2.3.3 Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)
Dieses gibt die Relation zwischen einer Ertragsgröße und dem Marktwert des Eigenkapitals (Kurs) bekannt.
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KGV = | Marktpreis (Börsepreis) pro Aktie | |
Gewinn |
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Kennzahl | 2011 | 2010 | |
Börsekennzahlen | Aktienkurs 31. 12. | 64,10 | 68,79 |
Anzahl der Aktien = Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien | 51,7 Mio | 51,9 Mio | |
Börsenkapitalisierung in Mio € (Aktienkurs*Aktienanzahl) | 3.333 | 3.577 | |
Streubesitz (30% befinden sich in Familienhänden) | 70% | 70% | |
Eigenkapital je Aktie = Buchwert der Aktie (Eigenkapital/Aktienanzahl) | 17,49 | 14,68 | |
Konzernergebnis nach Minderheitenanteil in Mio € | 230,7 | 179,6 | |
Kurs-/Gewinn-Verhältnis (KGV) = (Aktienkurs/Gewinn je Aktie) | 14,4 | 19,9 | |
Gewinn je Aktie | 4,46 | 3,46 | |
Dividendenrendite bezogen auf den Aktienkurs (Dividende/Aktienkurs) | 3,4% | 2,5% | |
Ausschüttungsquote (Dividende/Gewinn je Aktie) | 49% | 49% | |
Höchstkurs/niedrigster Kurs | |||
Betrag der Dividende | 2,20 | 1,70 |
S. 3893 Konzernabschlussanalyse aus besonderen Anlässen
Der Umfang und die Art von Konzernabschlussanalysen aus besonderen Anlässen richten sich nach dem Zweck derselben. Werden diese von beruflichen Analytikern, etwa Banken, Investmentinstituten und Vermögensberatern, mit dem Zweck erstellt, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns für ihre Kunden oder die Allgemeinheit darzustellen, werden diese in der Regel nach den gleichen Grundsätzen vorgehen, wie dies auch mit den in den Jahresabschlüssen veröffentlichten Analysen und Kennzahlen geschieht.
Werden die Analysen im Zuge der Verfolgung bestimmter Ziele, etwa der Gewährung von Krediten, der Beteiligung an einzelnen Konzernunternehmen, oder aber für eigene Zwecke durchgeführt, werden ihnen besondere Schwerpunkte unter Zuhilfenahme interner Daten zugrunde gelegt.
Bei der internen Analyse stehen dem Analytiker Unterlagen zur Verfügung, zu denen der externe Analytiker keinen Zugang hat, die aber auch dann nicht verwendet werden, wenn die Analysen zur Veröffentlichung (beispielsweise im Rahmen des Jahresabschlusses) bestimmt sind. Interne Analysen können grundsätzlich wesentlich zukunftsbezogener als externe Analysen erstellt werden, weil für die Analyse alle Plandaten des Unternehmens, welcher Art auch immer, zur Verfügung stehen. Siehe hierzu Band 1, Kapitel 9.
4 Die Geldflussrechnung
Bezüglich der Geldflussrechnung siehe die Ausführungen im Kapitel IX dieses Buches.