Praxishandbuch Immobilien-Share-Purchase-Agreements
1. Aufl. 2026
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4.2. Steuerliche Immobilien-Due-Diligence-Prüfung
4.2.1. Sinn und Zweck
4.2.1.1. Allgemein
Ganz grundsätzlich unterscheidet man steuerrechtliche Due-Diligence-Prüfungen, welche Verkäufer durchführen (sogenannte Vendor Due Diligence) und solche, die von Käufern vor Abschluss eines Share Purchase Agreement („SPA“) stattfinden (Buy-Side Due Diligence).
Verkäufer erstellen Tax Due Diligence Reports in der Regel dann, wenn sie von mehreren Interessenten ausgehen und sich dadurch einen schnelleren Angebotsprozess erhoffen. Buy-Side Due Diligence Reports dienen in erster Linie dazu, Käufer im Bereich Steuern auf einen ähnlichen Wissensstand wie die Verkäufer zu heben und das vor einer Transaktion bestehende Informationsungleichgewicht zu nivellieren. Käufer sollen daher eine Informationsgrundlage über allfällige steuerliche Risken bekommen, welche aus oder in Zusammenhang mit dem Erwerb von Geschäftsanteilen an einer GmbH bzw Gesellschaftsanteilen an einer Personengesellschaft (gemeinsam „Anteile“) entstehen könnten.
Der Beitrag behandelt Buy-Side Due Diligences.
Anders als beim Asset Deal kommt es bei Share Deals zu keiner Änderung des Steuersubjekts. Die steuerl...