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IRZ 4, April 2026, Seite 175

Gesellschafts- und bilanzrechtliche Folgen fehlerhafter (IFRS-)Konzernabschlüsse

Teil 2: Fehlerfeststellung, praktische Folgen und kritische Würdigung

Pascal Czaja

Im Hinblick auf die gesellschafts- und bilanzrechtliche Verantwortung für fehlerhafte Konzernabschlüsse besteht ein ausgeprägtes Fehlerfolgenregime. Die Nichtigkeitsfähigkeit der auf den Konzernabschluss bezogenen Organbeschlüsse sowie die Fehlerkorrekturverpflichtung, die bereits in Teil 1 des Beitrags (IRZ 2026, 117 ff.) untersucht wurden, bilden nur zwei der Zahnräder in diesem Getriebe. Demnach sind nun noch die Möglichkeit einer Feststellung von Konzernrechnungslegungsfehlern (gegen den Willen der Unternehmensführung) sowie weitere praxisrelevante gesellschafts- und bilanzrechtliche Folgen darzustellen. Abschließend gilt es, die Fehlerfolgen und den bestehenden Rechtsrahmen einer kritischen Würdigung zu unterziehen.

1. (Weitere) Gesellschafts- und bilanzrechtliche Folgen fehlerhafter Konzernabschlüsse

1.1. Fehlerfeststellung

Konzernrechnungslegungsfehler könnten dazu führen, dass staatliche Institutionen, namentlich Gerichte und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), diese formell festzustellen haben.

1.1.1. Gerichtliche Kontrolle

Bei der gerichtlichen Kontrolle wird die Unterscheidung relevant, welcher Beschluss welchen Organs einer gerichtlichen Kontrolle un...

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