Kanzlei 2.0
1. Aufl. 2026
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S. 49631. Wie man nicht Software kauft - und wie doch
31.1. Warum das Thema wichtig ist
Die Auswahl neuer Software ist eine dieser scheinbar harmlosen Aufgaben, die sich rückblickend als Stolperstein herausstellen können - oder als entscheidender Hebel für Effizienz und Zufriedenheit im Kanzleialltag. Trotzdem wird diese Aufgabe oft als etwas betrachtet, das man „so nebenbei“ machen kann, in der Hoffnung, dass die Anbieterinnen schon erklären werden, wozu man ihr Produkt braucht. Der Markt an Legal-Tech-Produkten ist mittlerweile groß und manchmal auch unübersichtlich. Auf Konferenzen und oft auch im Gespräch mit Kollegen erhält man den Eindruck, dass es wohl für jede Aufgabenstellung auch ein entsprechendes Softwareangebot gibt. Das verleitet, sich einfach mal ein paar Termine mit Legal-Tech-Anbieterinnen auszumachen, am liebsten natürlich bei denen mit dem besten Marketing und den überzeugendsten Verkaufsberaterinnen.
Dieser Ansatz ist jedoch gefährlich und nahezu eine Garantie für Frust und unnötige Aufwendungen.
Software ist kein Selbstzweck. Sie soll bestehende Probleme lösen oder Potenziale heben. Wenn der Auswahlprozess allerdings nicht strukturiert wird oder die Einführung nur halbhe...