Haftung bei Immobilien
1. Aufl. 2025
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S. 273IX. Gesetzliche und vertragliche Instrumente zur Risikominimierung
1. Risikominimierung bei der Errichtung einer Immobilie
Das nachfolgende Kapitel soll einen Überblick über die gesetzlichen und vertraglichen Rechtsbehelfe verschaffen, die der Risikominimierung für den Bauherrn einerseits und für das ausführende Unternehmen andererseits während der Errichtungsphase dienen. Bei der Übertragung von Immobilien erfolgt die Risikominimierung vordergründig im Wege der Vertragsgestaltung, insbesondere durch die ausgeklügelte Gestaltung und Verhandlung von Gewährleistungs- und sonstigen Haftungsbestimmungen. Für die Bewirtschaftung einer Immobilie ist wiederum - infolge der Vielzahl denkbarer Risiken in Verbindung mit der demgegenüber überschaubaren Eintrittshäufigkeit - die Versicherung das bevorzugte Mittel der Risikominimierung.
Die Errichtung einer Immobilie sticht hier gewissermaßen hervor. Das Gros der für die Bewirtschaftungsphase relevanten Risiken gilt unvermindert für die Errichtungsphase (zB höhere Gewalt durch Unwetter, Feuer udgl, Verkehrssicherungspflichten uvm). Ähnlich der Übertragung von Immobilien wird auch hier häufig versucht, dem anderen Vertragspartner bestimmte Risiken ...